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Bad Wurzach - Die Fertigstellung des Ersatzneubaues am Grünen Hügel ist für Ende des Jahres geplant, nach dem zur Einstellung der Technik erforderlichen Probebetrieb ist die Einweihung in der ersten Jahreshälfte 2021 geplant. Dass sich die Bauarbeiten im Zeitplan bewegen, davon konnte sich der Gemeinderat jetzt bei einer Baustellenbesichtigung mit Architekt und Bauleiter überzeugen.

Seit der letzten Baubesichtigung durch Gemeinderat und Bürgerschaft im Oktober 2019 hat sich das Gesicht des neuen Gebäudes nun deutlich herausgeschält. Nach dem der traditionelle Richtspruch im März – Corona bedingt – ohne Gemeinderat stattfinden musste, war dies für die Räte wieder die erste Gelegenheit, gemeinsam mit Architekt Wolfgang Gollwitzer und Bauleiter Ralf Stierhoff sich von den Baufortschritten des derzeit größten Bauprojektes der Stadt zu überzeugen.

Bürgermeisterin Alexandra Scherer sagte bei der Begrüßung: „Seit dem Richtspruch hat sich einiges getan.“ Stadtbaumeister Matthäus Rude und Architekt Gollwitzer konkretisierten dies: „Die Dämmung ist angebracht, das Dach abgedichtet und die Unterkonstruktion der Fassade ist angebracht.“ Beim Rundgang um das Gebäude wies Gollwitzer, der bei seinem Plan großen Wert darauf gelegt hatte, dass die Badbesucher einen schönen Blick auf die Stadt und die Natur haben, auf den weichen Übergang der Fassade von der Glasfront zum Mauerwerk hin. Bereits sichtbar war auch, auf welchem Niveau das Außengelände beim Gebäude liegen wird. Über die Größe der zukünftigen Liegewiese konnten sich die Räte dabei ebenfalls ein Bild machen. Deutlich sichtbar in der Gebäudehaut war die große Öffnung, durch welche das riesige Belüftungsaggregat an seinen Bestimmungsort im Obergeschoss verbracht wurde. Direkt daneben wird zukünftig der Personalraum sein, von welchem aus man durch eine Art Bullauge einen wunderbaren Blick über das gesamte Bad haben wird.

Gemeinderätin Sybille Allgaier zeigte sich begeistert: „Das ist der schönste Platz im ganzen Bad.“ Auch Gisela Brodd zeigte sich beeindruckt: „Die Räume sind größer, wie es das Gebäude von außen erwarten lässt.“ In der eigentlichen Schwimmhalle werden helle Fliesen in Verbindung mit der hellen Holzspanndecke und viel Tageslicht für den weiten Raumeindruck sorgen, ist sich Architekt Gollwitzer sicher. Stadtbaumeister Matthäus Rude bat darum, die Fliesen vor dem Verlegen „life“ erleben zu dürfen, um die Rutschfestigkeit zu überprüfen. Auch die Konturen des Schwimmbeckens sind bereits deutlich zu erkennen, mit dem Einstieg auf der Seite zur Badeaufsicht hin. Bänke etwa für Schulklassen wird es auf dieser Seite ebenfalls geben, nicht jedoch wie beim Alten Hallenbad auf der Seite der Glasfront, „um das Panorama auf Stadt und Natur nicht zu stören,“ betonte Gollwitzer.

Kräftige Farben sollen dagegen in den Umkleiden und Duschen dominieren, wo wenig oder gar kein Tageslicht vorhanden sein wird. Die Anzahl der Schränke werde so angelegt, dass wie – von Klaus Schütt gefordert – auch Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden sein werden. „Wir haben keinen Druck, aber die Arbeiten liegen derzeit im Plan, “ sagte Bürgermeisterin Scherer mit Blick auf den Fertigstellungstermin zum Ende des Jahres. Nicht dass es Bad Wurzach so ergehe wie bei einem Bad im Bayerischen, von dem Bauleiter Ralf Stierhoff berichtete. Das nämlich vom Probetrieb direkt in den Lockdown geriet, anstatt mit dem Regelbetrieb beginnen zu können...

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

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