DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Bad Wurzach - Gut besucht beim Heiligblutfest in Bad Wurzach war auch die traditionelle Bergpredigt am Nachmittag. Prediger war Monsignore Peter Schmid aus Ingoldingen. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Schlossbläser unter der Leitung von Bernhard Klein.

Pater Konrad Werder, Superior des Gottesberges, stellte den Prediger wie folgt vor: „Es gibt viele Zugänge zum Leiden und Sterben Jesu Christi. Wahrscheinlich so viele, wie es Christen gibt. Freuen wir uns darauf, wie Monsignore Peter Schmid uns das Geheimnis der Erlösung erschließt.“

Die Lesung wurde dem 1. Korinther-Brief entnommen: „Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ Und passend dazu wurden beim Evangelium diese Worte verlesen: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.“

Die Worte aus der Heiligen Schrift waren die Basis für die Bergpredigt von Monsignore Peter Schmid. Wie die Blutspende beim Roten Kreuz lebensspendend ist, so stärke die Blutspende Jesu den Menschen. Auch sie sei lebensnotwendig. Der Lanzenstich am Kreuz („und sogleich floss Blut und Wasser heraus“) sei ein Bild für die Eucharistie und die Taufe.

Die Rede vom Essen seines Fleisches sei verstörend – damals wie heute. Gemeint sei Lebensgemeinschaft. „Nahrungsaufnahme – das ist ein inniges Tun“, sagte der Prediger und schlug auch die Brücke zum Buch Genesis, wo es heißt, dass Mann und Frau ein Fleisch seien.

Pfarrer Schmid warnte vor Gottesentfremdung und warb um eine freiwillige und gehorsame Gottesgefolgschaft. „Einheit mit Gott – können Sie damit etwas anfangen?“, fragte er. In der Einheit mit Gott habe man ein gutes Leben, fern von Gott herrsche die Kultur des Todes, herrschten lebensfeindliche Kräfte. Konkret nannte er Mobbing und die Gier globaler Konzerne. Am Schluss appellierte der Prediger an die Gläubigen, sich immer wieder mit einem Stoßgebet an Jesus zu wenden.

Nach der Litanei vom Kostbaren Blut und einem Gebet um Frieden in der Ukraine dankte Pater Konrad dem Prediger mit den Worten: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Du, lieber Peter, hast uns Worte des Lebens geschenkt.“

Am Schluss spendete Neupriester Philipp Sauter, ein Salvatorianer, den Primiziantensegen – zuerst dem Volk insgesamt, dann auch als Einzelsegen. Es bildete sich eine lange Schlange von Gläubigen.

Text / Fotos: Gerhard Reischmann

08Bergpredigt Monsignore SchmidMonsignore Peter Schmid bei der Bergpredigt: "In der Einheit mit Gott hat man ein gutes Leben."

 08Bergpredigt Primiziant

Neupriester Philipp Sauter SDS spendete den Primiziantensegen.  

 

 

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­