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Bad Wurzach - Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer beklagte vor ihrem Sachvortrag zu den Mängeln und noch zu erledigenden Arbeiten beim Hallenbad die mangelhafte bzw. nicht vorhandene Kommunikation mit dem Generalunternehmer, dem Studio Gollwitzer, seit Eröffnung des Bades und bei den anstehenden Nacharbeiten. Aber nicht zuletzt auch den gesprengten Kostenrahmen: Aktuell liegen die Kosten bei rund 9,5 Mio. € netto, hervorgerufen durch Bauverzögerungen, Umplanungen sowie Kostensteigerungen im Baugewerbe.

Zu den Nacharbeiten sagte Bürgermeisterin Scherer: „Die Abarbeitung verläuft sehr schleppend" , denn auf Anfragen reagierten weder die betroffenen Firmen noch das Architekturbüro.

Den Widerspruch von Klaus Schütt forderte die Stadtbaumeisterin heraus, indem sie auf ihrer To-Do Liste die Schwimmbeckenbeleuchtung als nicht notwendig markiert hatte. Diese sei laut einem Sitzungsprotokoll von 2018 angedacht, aber nicht weiterverfolgt worden. „Das ist einfach verantwortungslos“ ereiferte er sich.

Bürgermeisterin Scherer sagte dazu: „Diese war im Plan nicht berücksichtigt.“

Schütt stellte daher den Antrag, diese in die Liste aufzunehmen.

Ebenfalls nicht in der Planung berücksichtigt war ein Fußwaschbecken beim Eingang vom Außenbereich ins Bad. Der Planer habe damals versichert, das brauche es nicht.

Die Stadtbaumeisterin versprach, die Probleme aufzuarbeiten und zu dokumentieren und gegebenenfalls in Rechnung zu stellen, wenn ein Planungsfehler vorliegt.

Bürgermeisterin Scherer sagte auch, dass nachträgliche Planänderungen die Planung und den Bau verteuert haben, diese jedoch nicht vom Planer zu verantworten sind.

Kommentar von Norbert Fesseler: „Wenn wir das vorher gewußt hätten, hätten wir nicht gebaut.“

Ein Bad zu bauen sei eine sehr komplexe an Angelegenheit, warf Karl-Heinz Buschle in die Diskussion. „Dass so vieles schief gelaufen ist, zeichnet dennoch ein schwaches Bild von einem Fachplaner.“

Franz Josef Maier sagte zum Außengelände: „Es ist wichtig dass es Entwicklungspotential hat.“ Ein 20 Meter Liegewiesestreifen habe das nicht.

Bei der Abstimmung wurde zuerst über den Antrag von Klaus Schütt abgestimmt. Mit einer Mehrheit von 7:5 Stimmen (bei 6 Enthaltungen der Freien Wähler) wurde die Schwimmbeckenbeleuchtung in die Liste der Stadtbaumeisterin aufgenommen.

Einig waren sich die Räte bei den anderen Beschlüssen:

  1. Der Gemeinderat stimmt der Vorgehensweise zu den unter Punkt 2 ansonsten genannten Mängeln und Nachträgen zu.
  2. Der Gemeinderat beschließt die Kündigung des Generalplaners Studio Gollwitzer wie in der Vorlage dargestellt.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt das Projekt Neubau Hallenbad ggf. mit Inanspruchnahme einer Ersatzvornahme abzuschließen.

 

Präsentation im Gemeinderat PDF 1,8 MB

 

Bericht Uli Gresser

 

 

 

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