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Arnach - Die Motorradfahrergemeinschaft – kurz MFG – Arnach freute sich, endlich nach zweijähriger Zwangspause wieder ihr traditionelles Motorradtreffen mit seiner berühmten Dorfrundfahrt veranstalten zu können.

Und diese wurde an diesem bisher heißesten Tag des Jahres zu einem richtigen Event: Rund 350 Motorradfahrer und damit mehr als vor der Coronapuse, sorgten kurzzeitig in der 1.100 Seelengemeinde für benzingeschwängerte Luft an diesem Samstagabend, beim obligatorischen Boxenstop beim Lagerhaus wurde der „Parkraum“ im Schatten knapp.

Von den Edelmarken Harley Davidson, Triumph, über zahlreiche japanische Modelle bis hin zum Moped Marke Eigenbau war dabei alles vertreten. Auch zahlreiche Oldtimer ließen das Herz der Zweiradfans höher schlagen.

Eröffnet wurde das dreitägige Fest mit einer gemütlichen Biker-Hockete, zu der auch zahlreiche Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung Arnachs den Weg zum Festgelände beim Vereinsheim fanden, einfach um mal wieder richtig Spaß miteinander zu haben.

„D´Leit druckat naus und s´Wetter hot au guat mitgpielt“ freute sich Dirk Binder, seit rund zehn Jahren Präsident der MFG, am Samstag abend über das sehr gut besuchte Festgelände. Und es waren beileibe nicht nur Hardcore-Motorradfans, von denen einige schon über 40 Jahre zu den Arnacher Treffen kommen, nein es waren viele Arnacher darunter, die sich freuten endlich wieder in einer besonderen Atmosphäre miteinander reden zu können.

Reden und Spenden sammeln für die Opfer des Ukraine-Krieges möchte ein Herr mit schlohweißem Haupt- und ebensolchem langem Barthaar, dessen Kutte ihn als weitgereisten Weltenbummler auswies. Mit seinem kleinen Roller mit fahnengeschmücktem Anhängerwird er von München aus gestartet eine Spendentour durch halb Europa bis nach Faro in Portugal machen.

„Als vor vier Wochen die behördliche Genehmigung für unser Treffen kam, wollten wir wie immer unsere Pokale bestellen, “ erläuterte Binder, warum es in diesem Jahr keine Pokalvergabe für z.B. den ältesten Teilnehmer oder die weiteste Anreise gegeben hat: „Die Pokale wären erst in zwei, drei Monaten lieferbar gewesen.“ „Wie so vieles derzeit“, fügte er noch mit einem Schulterzucken hinzu. Darum habe man wohl oder übel darauf verzichten müssen.

Aber wenigstens sei ihnen die Band „Mission Rock´n Roll“ aus Krumbach trotz zweijähriger Zwangspause treu geblieben, die seit acht Jahren mit ihrem Rock von A bis Z – von ACDC bis ZZ TOP – immer für super Stimmung im Festzelt sorgten. Ebenfalls schon traditionell beendeten sie ihren Auftritt mit einem Stück des bayerischen Liedermachers Hans Söllner, der für viele politische Köpfe im Nachbarbundesland lange Zeit ein rotes Tuch war...

Zur schon legendären Korea-Bar auf dem Campinggelände kamen in diesem Jahr noch einige Neuerungen, wie etwa der angesichts von Temperaturen weit jenseits der 30 Grad Celsius Marke hoch willkommene Swimming-Pool und vieles mehr.

Und was einer langjährigen Besucherin auch auffiel: „Es kommen weniger Motorradclubs mehr Individualisten.“ Und zur Bikerparty viele junge Leute – und solche die jung geblieben sind – um friedlich miteinander zu feiern.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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