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Bad Wurzach - „Am 15. Oktober 2020 nahm der Göttliche Heiland seinen treuen Diener Pater Bernd Dangelmayer, Salvatorianer in sein Reich auf, “ so vermeldete der Salvatorianerorden die Nachricht vom Tode Pater Bernd Dangelmayers.

Pater Bernd wurde am 10. April 1950 als jüngstes von drei Kindern in Salach im Kreis Göppingen geboren. Sein Leben lang war ihm die Verbundenheit mit seiner Familie und seiner Heimat ein großes Anliegen. Nach der Grundschule besuchte er von 1961 – 1969 das Salvatorkolleg in Bad Wurzach.

Schon im Oktober 1969 trat er in die Ordensgemeinschaft der Salvatorianer ein. Am 11. Oktober 1970, also fast genau 50 Jahre vor seinem Tod, feierte er seine 1. Profess und am 11. Oktober 1975 die ewige Profess auf dem Klosterberg in Passau. Dort verbrachte er auch sein Pastoraljahr und seine Diakonatszeit am Dom St. Stephan zu Passau.

JViele Jahrzehnte war er als Zeremoniar der Festgottesdienste beim Heiligblutfest in Bad Wurzach eine feste Institution. Häufig ließ er es sich nicht nehmen, den Kirchenschmuck selber zu gestalten, wobei sich sein feines Gespür für Ästhetik zeigte. Überhaupt interessierte ihn Kunst, Musik und Kultur in ganz breiter Weise, was er gerade auch in den Großstädten München und Berlin genoss.

Die Priesterweihe erfolgte am 27. Juni 1976 im Dom zu Passau. Es folgte eine erste Zeit in St. Willibald in München. Zunächst wirkte er dort zwei Jahre als Kaplan, dann schloss er von 1978 bis 1982 das Studium der Sozialpädagogik an der Stiftungsfachhochschule München an, blieb aber weiterhin als Priester in St. Willibald präsent. Nach Abschluss des Studiums kam er als Erzieher, Internatsleiter und Religionslehrer ins Schülerheim auf dem Gartlberg in Pfarrkirchen. Seine Tätigkeit als Erzieher und Lehrer setzte er ab 1985 im Internat Bad Wurzach fort. Nach der Schließung des Internates 1993 arbeitete er als Schulseelsorger in Bad Wurzach und am Bildungszentrum St. Konrad in Ravensburg. Ab 1995 half er dabei zusätzlich für ein Jahr in der Wallfahrtsseelsorge in Maria Steinbach aus.

Die Arbeit mit jungen Menschen lag ihm ein Leben lang am Herzen: Den jungen Leuten Freiräume schaffen und Ihnen helfen, sich gut zu entwickeln, war sein Bemühen. Am 1. Dezember 1996 wurde er zum Pfarrer von St. Willibald in München berufen. 2006 kam die Aufgabe als Pfarradministrator von Fronleichnam und 2009 von Erscheinung des Herrn hinzu. Unter seiner Leitung wurde am 1. November 2011 der Pfarrverband München Salvator Mundi gegründet. All diese Veränderungen verlangten viel organisatorisches Geschick. Er konnte gut zuhören, Wesentliches aufgreifen und die Dinge zusammenfassen, um gemeinsam zu Lösungen zu kommen.

Nach 18 Jahren in München nahm er 2014 eine neue Herausforderung an und wurde Pfarrer von St. Karl Borromäus und Salvator und Superior der Hausgemeinschaft in Berlin. In seine Pfarrerzeit in München und Berlin fallen viele Baumaßnahmen bzw. deren Planungen. Immer gab es etwas zu verändern und zu erneuern. In der Rolle des Baumeisters ist er dort vielen im Gedächtnis.

Ihn prägte die Sorge für die Menschen und vor allem für die Mitbrüder. Sehr aufmerksam nahm er ihre Bedürfnisse, gerade auch im Kleinen, wahr. So besorgte er still die Dinge, von denen er wusste oder ahnte, dass sie den Mitbrüdern Freude machten.

In den letzten Jahren wurde deutlich, dass seine Kräfte auch nachließen, dass die Aufgaben ihn müde machten. Die Ordensgemeinschaft verliert mit ihm einen Mitbruder, der behutsam mit den Menschen umging. Sein Tod kam schnell und überraschend.Eine Blutvergiftung, hat trotz intensiver und kompetenter Arbeit des Teams im Gertraudenkrankenhaus in Berlin schließlich das Herz befallen, was zu seinem Tod führte. P. Bernd starb am 15. Oktober 2020 kurz nach Mitternacht, versehen mit den stärkenden Sakramenten der Kirche, die er am Beginn seines Krankenhausaufenthaltes noch bei vollem Bewusstsein empfangen hatte.

 

Bericht und Bild Ulirch Gresser

 

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