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Bad Wurzach - Auf dem Weg in die Normalität in der Corona-Krise werden ab Montag wieder viele Geschäfte geöffnet. Allerdings nur bis zu einer Ladenfläche von 800 qm und sofern die entsprechenden Hygieneverordnungen bis dahin gültig und veröffentlicht sind. 

Von der 800 qm-Regelung betroffen sind in Bad Wurzach die beiden Modehäuser Herrenmoden Michelberger und das Damenhaus Binder, die über dieser Flächengröße liegen. Vorausgesetzt die entsprechenden behördlichen Hygiene- und Verhaltensregelungen treffen rechtzeitig ein, werden die MitarbeiterInnen von Trendhouse, Wäscheparadies und Brautmodenhaus am Montag wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können. 

Hoffnungsvoll und gespannt verfolgte Werner Binder die politische Debatte um die Wiederöffnung der Geschäfte in den Medien. Am Samstagmorgen kam dann die Ernüchterung: Während in anderen Bundesländern Ausnahmen von der 800qm-Regel möglich sind – etwa durch das Absperren bestimmter Verkaufsflächen – bleibt die Landesregierung in dieser Frage hart. „Wir hätten ja ganz leicht eine Etage schließen können,“ sagt Werner Binder. Somit werden das Damenhaus Binder und das Herrenhaus Michelberger weiterhin geschlossen bleiben, so wie die größeren Modehäuser in Ravensburg oder Biberach auch.

Hart trifft dies natürlich Klaus Michelberger , den Inhaber von Herrenmoden Michelberger, dessen Geschäft wegen seiner Größe weiterhin geschlossen bleiben muss. Binder und Michelberger setzen ihre Hoffnungen auf den Einzelhandelsverband, der weiterhin versuchen wird, im Interesse seiner Mitglieder die mögliche Wiedereröffnung der Läden durch eine Kompromisslösung zu erreichen. Die Beiden sehen in der Regelung einige Widersprüche: Denn gerade die größeren Geschäfte hätten genügend Platz um die „social distance“ zwischen den Kunden zu gewährleisten, um Bilder wie etwa in Baumärkten nicht erst entstehen zu lassen.

Für Werner Binder steht fest: „Wir öffnen unsere Häuser erst, wenn wir die entsprechenden Hygienevorschriften erhalten und umgesetzt haben.“ Denn: „Die Gesundheit aller geht vor!“

 

 

Bericht und Bild: Ulrich Gresser

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