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Bad Waldsee (rei) - Am 31. Mai,hat der Ravensburger Kreistag das Aus für das  Krankenhaus Bad Waldsee beschlossen. Im Vorfeld der Entscheidung hatte die Bildschirmzeitung Mitglieder der Bürgerinitiative Krankenhaus (BIK) um kurze Statements gebeten. Wir hatten um die Vollendung dieses Satzes gebeten: Wir appellieren an die Kreisrätinnen und Kreisräte bei der Abstimmung über das Krankenhauskonzept: Lassen Sie nicht zu, dass das Krankenhaus Bad Waldsee geschlossen wird. Das Krankenhaus Bad Waldsee muss erhalten bleiben, weil …

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Thomas Bertele ergänzte den vorgegebenen Satz so:
„… weil das Gutachten von BAB in mehrerlei Hinsicht schwammig ist und viele Wunschvorstellungen für die Zukunft der OSK enthält, welche so voraussichtlich nie eintreten werden. Daher sollte sich der Kreistag in seiner Entscheidung weniger auf das Gutachten verlassen, sondern sich mehr auf die Bedürfnisse der Menschen in allen Regionen des Landkreises Ravensburg besinnen.“

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Franz Daiber schrieb:
„… weil die herausragende medizinische Leistung des Krankenhauses Bad Waldsee eindrücklich hinterlegt ist. Im AOK-Gesundheitsnavigator wird das Krankenhaus Bad Waldsee im Fachbereich „Hüftgelenkersatz“ mit der Auszeichnung für überdurchschnittlicher Qualität geführt. Die Abteilung für Innere Medizin hat in diesem Navigator mit 91 %, die zweithöchste Weiterempfehlung in der Patientenbewertung. Spielt im Krankenhauswesen der OSK ,Leistung lohnt sich‘ keine Rolle?“

„… weil das Krankenhaus in Bad Waldsee in den letzten zehn Jahren nicht nur mit medizinischem, sondern auch mit wirtschaftlichem Erfolg geführt wurde. Mit welcher Begründung schließt man bei einem insgesamt negativen Ergebnis der OSK den Standort Bad Waldsee?

„… weil es bei einer etwaigen Schließung des Krankenhauses Bad Waldsee bei der Notfall- und Notarztversorgung zu Einschränkungen kommen wird. Es werden sich die Rettungszeiten verlängern. Ist bei einer Schließung des Krankenhauses ein Menschenleben in Bad Waldsee weniger wert?“

„ … weil das Krankenhaus Bad Waldsee eine an das Haus gebundene Sonderermächtigung der kassenärztlichen Vereinigung hat. Dies bedeutet, dass jeder Hausarzt die Patienten direkt in unser Krankenhaus überweisen kann. Diese ist sehr außergewöhnlich und würde bei einer Schließung verloren gehen.“

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Rudolf Forcher schrieb:
„ …weil gerade die Anzahl der am Krankenhaus Bad Waldsee tätigen Ärzte die Notarzteinsätze innerhalb der Hilfsfrist von 12 Minuten gewährleistet.“

… weil im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung vor allem an kleineren Krankenhäusern die umfassenden Diagnose- und Therapiekenntnisse vermittelt werden können, die für eine qualifizierte ambulante Hausarzttätigkeit benötigt werden.“

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Dieter Fussenegger schrieb:
„… weil es keinen vernünftigen Grund gibt, die so erfolgreiche Waldseer Endoprothetik zu verlegen. Sowohl am vorgesehenen Standort als auch in Bad Waldsee muss investiert werden. Warum also den anerkannt erfolgreichen Standort schließen? Genauso gilt dies für die Innere Abteilung.“

„… weil die Bürger mit einem dubiosen MVZ abgespeist werden sollen. Sie bleiben auf der Strecke.“

„… weil unser Krankenhaus finanziell positiv arbeitet.“

„… weil wir exzellentes Personal und eine erfolgreiche Ausbildung von Ärzten und Pflegern haben.“

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Helmut Riga schrieb:
„… weil es genügend Parkplätze in nächster Nähe zum Krankenhaus gibt und das
Krankenhaus gut zu erreichen ist.“

„… weil die Mitarbeiter im Krankenhaus vom Empfang bis zum Chefarzt alle sehr freundlich und hilfsbereit sind.“

„… weil die B30 nach Ravensburg bei Unfällen immer wieder nicht befahrbar ist.“

„… weil die Fahrzeit aus dem Norden des Kreises bis Ravensburg wesentlich länger dauert als 15 Minuten.“

„... weil ältere Menschen, die nicht mehr selber Auto fahren, ihre Angehörigen nicht mehr so gut besuchen können.“

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Markus Nold schrieb: 
„... weil das Gutachten mit Vermutungen arbeitet, die nach meiner Einschätzung – und als Unternehmer kann ich ganz gut urteilen, meine ich – nicht haltbar sind. Ich habe das Gutachten studiert und ich sehe Luftbuchungen und unrealistische Hoffnungswerte. Unsere Entscheider – namentlich OSK-Geschäftsführer Professor Adolph und Landrat Sievers – schaffen Fakten, ohne die Argumente von uns Bürgern ernsthaft anzuhören. Man beschwichtigt und nimmt unsere Sorgen wegen unzureichender Gesundheitsversorgung nicht ernst. Der Ortenaukreis ist vergleichbar groß wie der Kreis Ravensburg. Derzeit hat der Ortenaukreis neun Akut-Krankenhäuser; dort geht man nun auf fünf herunter. Insgesamt ist die Gesundheitsversorgung in diesem Flächenkreis deutlich besser als in unserer Versorgungswüste. Ich meine, bei der OSK hat es seit langem eine Misswirtschaft gegeben und jetzt müssen wir dafür bezahlen."

 

Unser Bild oben zeigt Mitglieder der Bürgerinitiative Krankenhaus (BIK) zusammen mit OB Matthias Henne und Bürgermeisterin Monika Ludy am 13. April bei der großen Kundgebung. DBSZ-Archivbild: Erwin Linder

 

Die Porträts sind zumeist am Rande der Kundgebung am 13. April entstanden. DBSZ-Archivbilder: Erwin Linder

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