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Bad Waldsee - Im Rahmen der Inklusionstage fand am Samstag, 14. Mai, im Jugendkulturhaus PRISMA in Bad Waldsee eine Disco statt; zuvor tanzte man am 7. Mai in der Tanzschule naDANSja in Aitrach. Über 80 Personen hatten sich zu den beiden Veranstaltungen angemeldet, die von Karl Merk (ehrenamtliches Mitglied im Kreisbehindertenbeirat) mit Nadja Habermann (Inhaberin der Tanzschule naDANSja) und Lea Holly (Leiterin Jugendkulturhaus Prisma Bad Waldsee) initiiert wurden.

Dass Menschen mit Beeinträchtigung (MmB) sich gut bewegen und tanzen können, zeigte die von Nadja Habermann immer montags unterrichtete Gruppe – Tanz & Bewegung für junge Menschen mit Einschränkungen – in beeindruckender Weise. Die Freude an der Bewegung und der berechtigte Stolz auf das Gezeigte spiegelten sich in den Augen und Gesichtern der Tänzer*innen wider. Bilder, die man viel zu selten sieht und so einfach und mit geringem Aufwand zu erzielen sind. Was hindert uns daran oder sollte es besser lauten: „Was behindert uns“?

Dass Teilhabe am Leben, Freude zu übermitteln so einfach funktionieren kann, zeigte die Mädchenjazzgruppe nach ihrem hervorragenden Auftritt. Jede Tänzerin holte sich eine oder mehrere PmB aus dem Publikum und schon war das Eis gebrochen, es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert. Pfarrer Stefan Werner, den wir als Gast begrüßen durften, gesellte sich sofort dazu und freute sich mit allen Anwesenden.

Ein besonderes Lob gab es für die Mitarbeiter*innen, für das gesamte Team im Jugendkulturhaus. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wurde von Allen hervorgehoben. Dies kam auch über den ausgeteilten Fragebogen zu den Veranstaltungen zum Ausdruck. Alle beantworteten die Frage: „Hast du dich sicher gefühlt“? mit einem klaren Ja. Einziger Wermutstropfen war, dass Rolli-Fahrer mit Elektroantrieb nicht direkt in den Tanzbereich konnten. Um diese kleine Stufe zu überwinden, ist für die schweren Fahrzeuge eine kleine Rampe erforderlich. Bis zur nächsten Veranstaltung ist hier sicherlich Barrierefreiheit hergestellt. Was können wir am Konzept verbessern, war ein weitere Frage im Fragebogen. Klar und ohne Schnörkel antwortete ein Teilnehmer: Nix verändern, nur mehr davon und noch mehr Inklusion.

Inklusion, Menschen mit Beeinträchtigung mehr am Leben teilhaben zu lassen (diese Worte haken schon beim Schreiben), ist eine Aufgabe, deren Grundlage in möglichst jungen Jahren gelegt werden sollte, ja muss. Sie ist wesentlicher Bestandteil eines Abiturs des Lebens.

Interessenten für mehr Informationen zu inklusiven Veranstaltungen oder zur Weitervermittlung an die Tanzschule naDANSja, die an verschiedenen Standorten Angebote hat, können sich gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.
Die Bilder zeigen Impressionen vom Inklusionsfest im PRISMA.
Bericht und Fotos: Karl Merk

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