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Haisterkirch - Am 21. April fand in der Gemeindehalle in Haisterkirch die Mitgliederversammlung des Fördervereins Kapelle Osterhofen e.V. statt. Von den 188 Mitgliedern waren 54 Mitglieder der Einladung gefolgt. Neben dem Vorstand waren Bürgermeisterin Monika Ludy und Stadtbaumeister Andreas Heine anwesend. Beide sind auch Mitglied im Förderverein.

 

Vorstand Markus Schmid berichtete über die Aktivitäten seit der Gründungsversammlung im August 2020. Mit Veranstaltungen und anderen Aktionen konnten Spenden in beträchtlicher Höhe geworben werden. Durch den Kapellenflyer wurde der Bekanntheitsgrad des Vereins erhöht und es konnten weitere Mitglieder geworben werden. Selbst die überregionale Presse hat sehr positiv über diese Initiative berichtet. Der Vorstand dankte hier ganz besonders der Ortsvorsteherin Rosa Eisele, die dieses Projekt verantwortete und ausführte.

Der Kassenbericht wurde von Kassierer Oliver Stefan dargelegt. Der Gewinn in 2020 lag bei 6919,94 Euro. Im Jahre 2021 wurde ein Gewinn von 14.023,60 Euro erzielt. Stand heute liegen 23.498,65 Euro auf dem Girokonto, hinzu kommt etwas Geld in der Bargeld-Kasse.

Die Entlastung des Vorstandes wurde von Bürgermeisterin Ludy ordnungsgemäß und ohne Einspruch der Anwesenden vorgenommen.

Die anschließende Wahl der Vorstandschaft wurde geleitet von Frau Ludy: Es sind vier Mitglieder Kraft ihres Amtes Mitglieder, darunter die Ortsvorsteherin Rosa Eisele, Pfarrer Stefan Werner und die beiden Vorstände der marianischen Bruderschaften Peter Fluhr und Franz Maucher.

Wahlen

Markus Schmid wurde in offener Wahl erneut einstimmig zum Vorsitzenden und Florian Eisele einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Zur Schriftführerin wurde wiederum einstimmig Carmen Pöhl und zum Kassierer einstimmig Oliver Stefan ernannt.

Stadtbaumeister Heine stellte chronologisch die Bauereignisse seit 2012 an der Kapelle dar. In diesem Zusammenhang wurde der aktuelle Schaden erläutert. Der Dachstuhl drücke aktuell nach unten, unter anderem durch abgefaulte Balkenköpfe. Die Stuckdecke sei durch die Bewegungen des Daches auch nach unten gedrückt worden. Dadurch ist die Decke mit den kostbaren Fresken absturzgefährdet. Die Sanierung der Decke mit den wertvollen Fresken stellt dabei eine besondere Gefahr dar, da die Farbe leicht abblättert. Eine fachgerechte Durchführung durch Spezialfirmen ist hier notwendig. Diese Durchführung wird vom Denkmalamt beaufsichtigt.

Trägerschaft

Frau Ludy stellt den Beschluss des Gemeinderates vor. Die Stadt Bad Waldsee als Eigentümerin wünscht sich die Sanierung der Kapelle. Momentan sind die Kosten der Sanierung, die bei geschätzten 700.000 Euro liegen, nur als Gemeinschaftsprojekt umsetzbar. Beim Amt für Denkmalförderung und bei der Denkmalstiftung wurden Zuschüsse angefragt. Hierbei wurde festgestellt, dass die Stadt als öffentlicher Träger nur bei 33 % der Kosten unterstützt würde, ein privater Träger jedoch mit 50 %.

Wenn der Förderverein also den Zuschussantrag stellt, dann ist eine 50-%-Zuschusshöhe von Seiten der Denkmalförderung möglich. Selbstverständlich würde das Stadtbauamt bei den Anträgen und auch der Bauabwicklung helfend zur Seite stehen. Ebenso würde die Zwischenfinanzierung durch die Stadt gewährleistet werden. Bei dieser juristischen Konstruktion muss der Verein die Bauunterhaltspflicht für zehn Jahre übernehmen.

Hier zieht Frau Ludy eine Parallele zu den Erfahrungen in anderen Gemeinden wie Bergatreute, bei denen das ähnlich gemacht wurde und gut verlief. Selbstverständlich würde die Stadt laut der Bürgermeisterin bei unerwarteten Kosten in diesen zehn Jahren, die einem gewissen Betrag übertreffen sollten, den Verein finanziell unterstützen. Zudem wies Frau Ludy darauf hin, dass die am 21. April beabsichtigte Satzungsänderung (und beschlossene) den Entschluss des Vereins für die Sanierung noch nicht inkludieren (einschließen) würde; darüber würde erneut abgestimmt werden müssen.

Auf Fragen der Anwesenden Mitglieder wurden folgende Antworten gegeben:

  • Nach der Sanierung gilt eine vierjährige Haftung durch die Baufirmen. Erst nach Ablauf dieser Frist dürften neue Kosten anfallen.
  • Erfahrung mit Sanierungen anderer Kirchen zeigt, dass in den Jahren danach in der Regel keine Schäden auftreten.
  • Die Gebäudeversicherung wird weiterhin von der Stadt bezahlt.
  • Vom Verein dürfen keine Schulden aufgenommen werden.
  • Nach zehn Jahren ist geplant, dass die Bauunterhaltspflicht vom Verein gekündigt wird.

Abschließend wurde die Satzungsänderung von Markus Schmid laut vorgelesen. Die Abstimmung über die Satzungsänderung verlief einstimmig zustimmend, so dass diese geändert werden kann. Weiter wurde separat darüber abgestimmt, ob der Vorstand den Vertrag mit der Stadt aushandeln und unterzeichnen darf. Auch dieser Punkt wurde von den Anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig befürwortet.

Somit konnte mit dieser Versammlung ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Sanierung der Kapelle getan werden.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends hielt Kapellenexperte Günter Brutscher einen sehr informativen und unterhaltsamen Vortrag über die Fresken und die Ausstattung der Kapelle in Osterhofen. Er wies dabei auf einige Parallelen zur größeren Kirche in Haisterkirch hin.

 

Bericht: Markus Schmid (Förderverein Kapelle Osterhofen e. V. )

 

30Kapelle Osterhofen Modell Franz Maucher

 

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