DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Reute - Auftakt des großen Kirchenfestes am Geburts- und Sterbetag der Guten Beth waren eine dreitägige geistliche Einstimmung (Triduum) sowie eine Lichterprozession am Vorabend.

Hierzu fanden sich neben den Franziskanerinnen auch Gläubige aus der gesamten Seelsorgeeinheit am Dorfbrunnen in Reute ein. Die Gute Beth wurde am 25. November 1386 in Bad Waldsee als Elisabeth Achler geboren. Mit erst 34 Jahren starb die junge Frau an ihrem Geburtstag.

Vor der Lichterprozession gab es einen geistigen Impuls am Dorfbrunnen. „Brunnen sind Orte der Begegnung“ mit diesen Worten einer Klosterschwester wurde der Bezug zum Gut-Betha-Brunnen im Klostergelände hergestellt. Gerade in schweren Zeiten wird dieses Wasser von vielen Wallfahrern für Gesundung und Heilung geschätzt. Anschließend zogen die Teilnehmer singend und betend durch die lichterfüllten Straßen von Reute den Klosterberg hinauf.

Festprediger Prälat Rudolf Hagmann ist in Reute kein Unbekannter, als Exerzitien-Leiter pflegt er schon lange eine gute Beziehung zum Kloster und der Seligen Guten Beth. Er nannte diese Frau eine „Verkünderin der frohen Botschaft“. In ihren jungen Jahren führte sie ein Leben in Abgeschiedenheit und Gebet. Hunger und Armut sind ihr nicht fremd.

Im Klösterlein versorgte sie anfangs die Küche und somit auch die Armen an der Klosterpforte. Zwölf Jahre lang lebte sie nur von der Eucharistie. Ihre „offenen Hände“ - so ein Bild im Chorraum der Kirche -zeugen von gutem Miteinander.

Rudolf Hagmann fand in diesem Zusammenhang auch deutliche Worte für heutige Impfgegner: „Lernen wir von dieser Solidarität der Seligen zu den Mitmenschen. Es ist einfach verbohrter Egoismus und stellt Verschlossenheit dar, wenn heute jemand sagt ‚ich lasse mich nicht gegen das Corona-Virus impfen‘, Rücksicht und christliche Haltung sehen anders aus“.

Die musikalische Gestaltung dieser Gottesdienste übernahmen Schwestern mit Gesang, Hermann Hecht an der Orgel, sowie Gerd Leiprecht an der Trompete. Nach dem Gottesdienst reihten sich viele Wallfahrer vor dem Grablegungsaltar ein, um dort den persönlichen Einzelsegen zu erhalten.

 

Bericht und Bilder Rudi Heilig

 

 

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­