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Haisterkirch - In der Regel veranstaltet das Haisterkircher Seniorenteam monatlich ein Treffen für Seniorinnen und Senioren aus dem Haistergau. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie mussten diese beliebten Veranstaltungen immer wieder abgesagt werden. Die 2G-Regeln ließen es nun zu, dass das für November vorgesehene Treffen im Pavillon des Gasthofs „Rose“ in Hittelkofen doch ermöglicht werden konnte

 

Die Vorsitzende des ehrenamtlich wirkenden Seniorenteams Marianne Ploil konnte in der letzten Woche des Kirchenjahrs - nämlich am Freitagnachmittag vor dem „Totensonntag“(ev.) bzw. „Christkönigsfest“ (rk) - eine stattliche Anzahl von Seniorinnen und Senioren begrüßen.

Das Thema „Tod und Trauer“ passte zum Monat und interessierte viele der Gekommenen. Aufmerksam wurden die Ausführungen der beiden Referenten Pfarrer Stefan Werner und Theresia Fischer von der Kontaktstelle Trauerpastoral der Diözese Rottenburg-Stuttgart verfolgt.

Man merkte es deutlich an den Diskussionsbeiträgen, als die Besucher des Treffens zu eigenen Erlebnissen mit sterbenden Angehörigen berichteten und Stellung bezogen, wie bedeutungsvoll und prägend für alle Anwesenden diese Thematik ist.

Mit je zehn Fragen zum Tod und zur Trauer waren genügend Impulse zu einer gut zweistündigen, als sehr informativ empfundenen Vortrags- und Fragerunde an die Hand gegeben worden. Mit dem Hinweis von Pfarrer Stefan Werner: „Jeder stirbt doch. Warum reden wir nicht über das Sterben“, wurde das anfängliche Schweigen gebrochen. Erfahrungen mit Sterbenden zuhause oder auch im Krankenhaus wurden ausgetauscht und dann wurde übergeleitet zu den sich ergebenden Abläufen wie kirchliche, seelsorgerliche Begleitung, Trauergottesdienst, Abschiedsgebet, Veränderungen in Corona-Zeiten, Aufbahrung, Beerdigung, Bestattungsformen.

Camilla Maucher, Kirchenpflegerin der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist informierte über die neue Friedhofsordnung, gab einen Überblick über die moderat gestiegenen Preise für die möglichen Grabformen auf dem kircheneigenen Haisterkircher Friedhof , beginnend bei Einzelgräbern für Erd- wie auch für Urnenbestattung, Doppelgräbern, Familiengräbern, Rasengräbern oder Bestattung im Gemeinschaftsgrab. Näheres ist der Friedhofsordnung zu entnehmen.

Ausführlich berichtete Theresia Fischer über Trauerbegleitung und Trauerbewältigung. „Es gibt kein Rezept für die Trauerbewältigung, Trauer ist immer persönlich, man muss lernen mit der Trauer zu leben, Trauer einen Platz geben, Trauer des anderen achten“, so lauteten einige ihrer Themenschwerpunkte. Sie informierte über die Anlaufstellen in der Region und auch darüber, was Trauerpastoral bedeutet und wie diese helfen kann.

Marianne Ploil bedankte sich im Namen des ganzen Seniorenteams bei Pfarrer Stefan Werner und Theresia Fischer. Der große Applaus war Bestätigung ihrer Dankesworte. Ob im Dezember die Seniorenrunde sich beim traditionellen Nikolausbesuch wieder treffen kann, ist noch offen. Hinweise dazu werden im Kirchenanzeiger veröffentlicht.

 

Fotos und Text: Rudi Martin

 

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