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Bad Waldsee - „...Und das geht hin und eilt sich, dass es endet, und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel. Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet, ein kleines kaum begonnenes Profil – Und manchesmal ein Lächeln, hergewendet, ein seliges, das blendet und verschwendet an dieses atemlose blinde Spiel ...“

so endet das Gedicht von Rainer Maria Rilke, mit dem er 1906 das Karussell im Pariser Jardin de Luxembourg beschrieb.

Und genauso verfolgt das Pferd die Feuerwehr und wird im ewigen Kreislauf vom Hubschrauber gejagt und kommt doch nicht von der Stelle und die Kinder in Bad Waldsee lachen und jauchzen heute noch genauso wie vor über 100 Jahren die in Paris.

Verkaufsoffener Sonntag in Bad Waldsee ist viel mehr als Verkaufen. Die Sonne scheint. Es ist nochmals sommerlich warm. Da hält es keinen mehr zuhause. Ein buntes Treiben und Gewoge vom Uferweg in die Stadt und umgekehrt. Man schleckt am Eis oder genießt das kunstvolle süße Gespinst der Zuckerwatte. Oder soll es doch lieber eine Currywurst oder ein Steak im Wecken sein? Nein, dann doch lieber eine Crêpe oder gleich Kaffee und Kuchen.

Wohin man am Sonntag schaute, wen man traf: lauter fröhliche Gesichter. Manch einer schickte auch einen besorgten Blick an den Himmel: „Waren denn für heute nicht noch Gewitter angesagt?“. Aber Petrus hielt es heute mit den braven. Und erst am späteren Nachmittag gab’s wie zur Warnung – ich könnte auch anders – ein paar unschädliche Tropfen.

Die Waldseer und ihre Gäste nahmen das Angebot des Handels gerne an. An den Auslagen und Kleiderständern in den Straßen wurde geschaut, probiert und auch in den Läden drin konnte man viele Kunden entdecken. Und so mancher hat am Sonntag das eine oder andere Schnäppchen mit nach Hause getragen.

Zufrieden konnten auch alle sein, die mit ihren Angeboten für das leibliche Wohl sorgten: In den Gartenlokalen war kaum ein freies Plätzchen zu entdecken und vor den mobilen Verkaufsständen standen die Kunden auch in Schlangen.

Musik erklang an allen Ecken und Waldsees Drehorgelmann*frauschaft war in voller Besetzungsstärke angetreten.

Das Federle auf seinem Brunnen machte vor Freude über die viele Gesellschaft auf der Hochstatt einen ganz besonders eleganten Sprung über das Wasser und am Knusperhäuschen warteten die Lebkuchenherzen nicht lange, bis sie um den Hals eines geliebten Wesens gehängt wurden.

Dass aus dem Rathausplatz-Brunnen nur Wasser statt Wein floß, tat der guten Laune keinen Abbruch.

 

Bericht und Bilder Erwin Linder

 

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