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Bad Waldsee  - Ab Samstag, den 10.10.20, können Wanderer und Naturliebhaber auf dem Gelände des Fürstlichen Golfresorts in Hopfenweiler auf sieben Wanderwegen zwischen zweieinhalb und achteinhalb Kilometern Länge und einem besonderen Natur-Lehrpfad die vielfältigen Natur- und Pflanzenschätze des Resorts entdecken.

 

Böse Zungen behaupten, dass auf einem Golfplatz alles natürliche Leben weggespritzt und weggedüngt würde und nicht einmal ein armseliger Regenwurm eine Überlebenschance hätte.

Dass es auch anders geht, können die Besucher ab Samstag in Hopfenweiler entdecken. Im Fürstlichen Golfressort Oberschwaben nehmen die Golfbahnen nur einen kleinen Teil der Fläche in Anspruch. Der weitaus größere Teil der insgesamt 340 Hektar großen Natur- und Waldanlage ist ein Rückzugsort für seltene Pflanzen- und Tierarten.

Das Resort nimmt unter anderem Teil am Projekt „Lebensraum Golfplatz _ Wir fördern Artenvielfalt“. So gedeihen zum Beispiel auf dem Gelände alleine 14 „Rote Liste“ Pflanzen wie wilde Orchideen und die echte Schlüsselblume und auch höchst seltene Reptilien wie Smaragdeidechsen und Kreuzottern wurden schon gesichtet.

 

Sieben Routen, die je nach Lust, Laune und Kondition kombiniert werden können, führen jetzt durch das Gelände. Start und Zielpunkt ist jeweils die markante „Fürstin Sophie Kapelle“ beim Hotel.

Über 20 Schautafeln mit Bildern und Texten zu Fauna und Flora begleiten die Wanderer. Sie wurden mit der Expertise von Professor Dr. Martin Elsässer von der LAZBW Aulendorf, selbst begeisterter Golfer, sowie Kräuterexperten und Jägern bebildert und beschriftet. Die passenden Tier- und Vogelstimmen kann man sich von der Homepage herunterladen und per Smart-Phone auch unterwegs anhören.

 

„Auf dem Gelände treffen sich Jakobsweg und Fernwanderweg Nr. 5. Jetzt haben wir sieben Wanderwege dazu entwickelt. Samt einem Abenteuerweg-Wanderweg für Kinder zum Tannenbühl“ so Sascha Binoth, Geschäftsführer des Resorts. SD Fürst Johannes ergänzte: „Das Golfresort in Hopfenweiler ist ein hervorragendes Beispiel für Artenschutz und Artenvielfalt, wie es sie in der Landwirtschaft leider nicht mehr gibt“ Michael Schinnenburg, Head-Greenkeeper wie auf den Lesesteinriegel hin. „Die Mauer aus Natursteinen speichert die Sonnenwärme und ist ein idealer Platz für Eidechsen“. Bürgermeister Henne gratulierte den Machern für die tolle Idee und freute sich, einen weiteren Besuchermagneten in Bad Waldsee zu haben.

 

Text und Fotos: Erwin Linder

 

 

Freut sich SD Johannes 578

 

 

Michael Schinnenburg 578

 

 

Sascha Binoth am Natur Lehrpfad 578

 

 

130 Wegweiser wurden aufgestellt 578

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