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BAD WALDSEE (bcp/sv) - Baustellen werden mit Anwohnern abgestimmt – Informationsveranstaltung am 5. November

Barrierefrei und voller Leben – die neue Altstadt von Bad Waldsee wird mehr Lebensqualität, mehr Grün, mehr historisches Flair und mehr Zukunft bieten. Im Rahmen des Projekts „Altstadt für Alle“ sind dieses Jahr noch folgende Baumaßnahmen geplant, gefördert durch das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

 

Zugang Hirschhof (voraussichtlich September 2020): In diesem kurzen Verbindungsstück vom Hirschhof hin zur Ravensburger Straße wird der Pflasterbelag ausgetauscht und ein zuführendes Mobilitätsband aus Asphalt integriert. Die Flächen zwischen Mobilitätsband und Gebäuden sollen mit Kleinpflasterbelägen wie in der Ravensburger Straße in heterogener Zusammensetzung belegt werden.

 

Entenmoos-Plätzle (etwa September bis November 2020): Der Übergangsbereich zwischen Hauptstraße und Entenmoosstraße wird in ein Plätzle mit Aufenthaltsqualität umgewandelt. Es werden eine ebene Platzfläche angelegt und die Zugangssituation in die angrenzenden Gebäude verbessert. Der Platzbelag wird sich bis zum „Mobilitätsband“ in der Hauptstraße hinein erstrecken und so eine direkte Anbindung ermöglichen. Der bisher vorhandene Baum wird ersetzt und mit Sitzmöglichkeiten ergänzt. Im Vorfeld werden in diesem Bereich noch Leitungsbauarbeiten im Tiefbau durchgeführt.

 

Ulrich-Kuderer-Straße (etwa September bis Dezember 2020): In der Ulrich-Kuderer-Straße wird in ihrer gesamten Länge der Belag durch ein neues Granitpflaster ersetzt. Zusätzlich soll dem Gestaltungsprinzip anderer Gassen folgend ein durchgehendes Mobilitätsband hergestellt werden. Am offenen Ende zum Stadtsee hin wird das „Seeplätzle“ den Abschuss bilden. Im Kreuzungsbereich der Anbindungen an die Adlergasse und die Wettgasse entsteht in der vorhandenen Aufweitung das sogenannte „Kuderer-Plätzle“. Auf diesen Plätzen werden jeweils ein Baum und Sitzmöglichkeiten platziert. Im Vorfeld werden in diesem Bereich noch Leitungsbauarbeiten im Tiefbau durchgeführt.

 

Vor jeder einzelnen Baumaßnahme finden Abstimmungsgespräche mit den Anliegern und Gewerbetreibenden vor Ort statt. Hier werden (Teil-) Sperrungen und die voraussichtliche Bauzeit besprochen.

Die einzelnen Baustellen des Projekts „sind Teil einer koordinierten Gesamtbaumaßnahme, da in Bereichen der Altstadt neben dem Mobilitätsband auch unterschiedliche Tiefbaumaßnahmen (Nahwärmenetz, Breitbandversorgung, Wasserversorgung, Netze BW) notwendig sind. Diese Einzelmaßnahmen werden gebündelt und gemeinsam ausgeführt. Durch dieses koordinierte Vorgehen wird die Belastung für alle möglichst gering gehalten und ein effizienter Baufortschritt erreicht.

Die Stadtverwaltung wird am Donnerstag, 5. November, eine Bürgerinformationsveranstaltung anbieten. Hier wird über den aktuellen Stand der Umsetzung berichtet und ein Ausblick in die kommenden Jahre gegeben. Es folgt noch eine gesonderte Einladung mit Informationen über eventuelle Zulassungsbeschränkungen und Anmeldeformalitäten.

 

Mobilitätsband - Test brachte wertvolle Erkenntnisse

Die ersten sichtbaren Spuren des Mobilitätsbandes waren zunächst ein Test. Am Ravensburger Tor entstanden im Frühjahr Muster für das Band, das künftig die „Altstadt für alle“ durchziehen soll, damit alle sich leichter und sicherer in ihr bewegen können. Die Muster waren dazu bestimmt, Erkenntnisse über die Wirkung und die Funktion der in Frage kommenden Materialien zu gewinnen. Die endgültige Gestaltung des Mobilitätsbandes wird von diesen Mustern abweichen.

Mit den dort gewonnenen Erkenntnissen wurden im Sommer dieses Jahres die ersten Baumaßnahmen für den netzhaften Umbau der Altstadt begonnen. Der Zugang von der Hauptstraße in die Altstadt wurde im Juli 2020 umgesetzt.
Hier fehlt nur noch der Farbasphalt für das Mobilitätsband. Um Synergien nutzen zu können, wird der Farbasphalt gemeinsam mit den Baumaßnahmen für das Kirchmauer-Plätzle (laufen derzeit) eingebaut.
In Verlängerung des bereits fertiggestellten Abschnitts zwischen Hauptstraße und Kirche wird momentan entlang der Kirchhofmauer das „Kirchmauer-Plätzle“ mit integriertem Mobilitätsband angelegt. Zur Gliederung der Belagsfläche zur Verkehrsfläche hin wird eine Baumreihe aus Laubbäumen angelegt. Unter den schattenspendenden Laubbäumen werden zwei Sitzmöglichkeiten geschaffen.

 

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Die Visualisierung zeigt, wie sich das Mobilitätsband in den bestehenden Raum einfügt und wie selbstverständlich es ein Teil davon wird. Durch die eigens entwickelte „Waldseer“ Asphaltmischung werden die farblichen Merkmale der Altstadt integriert. Es entsteht ein Raum für alle – barrierefrei und voller Leben.
Visualisierung: Freiraumplanung Sigmund (www.fp-sigmund.de)

Informationen im Internet: altstadt-fuer-alle.bad-waldsee.de

 


Bericht und Bilder Stadt Bad Waldsee

 

 

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