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Hittisweiler-Ehrensberg - Am Sonntagabend ( 9. August) strebten viele Gläubige aus der ganzen Seelsorgeeinheit Bad Waldsee in den Haisterkircher Ortsteil Hittisweiler, um dort gemeinsam mit den Einheimischen und Ehrensbergern deren Patroziniumsfeste bei einem festlich gestalteten Gottesdienst zu feiern. Bekanntlich stehen in beiden Weilern Kapellen, deren Patrozinium anfangs August gefeiert wird.

Die kleine Kapelle „Maria Schnee“ - idyllisch gelegen im Weiler Hittisweiler, umgeben vom satten Grün der Schatten spendenden Bäume - erstrahlte an diesem heißen Sommerabend voll im Glanz des Sonnenlichts. Gemeinsam mit der größten Marienkirche Roms hat die kleine Kapelle in Hittisweiler auch das Patrozinium „Maria Schnee“.

Erinnert wird 5. August an die Weihe der römischen Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore Den Festtag nennt man auch „Maria Schnee“, denn einem „Schneewunder“ am 5. August 358 zufolge - so die Legende - sei die berühmt gewordene Kirche unter Papst Liberius gegründet worden. Die Kapelle in Ehrensberg ist dem hl. Laurentius - einem römischen Diakon - geweiht. Der 10. August ist der Gedenktag des Heiligen, der nach der Überlieferung am 10. August 258 n. Chr. den Märtyrertod durch Verbrennen auf einem glühenden Rost erlitten hatte.

Hoch in Ehren stand der heilige Laurentius in früheren Zeiten bei der bäuerlichen Bevölkerung im ganzen Haistergau und vielen angrenzenden Gemeinden. Traditionsgemäß wurde das Ehrensberger Patrozinium in der dortigen Kleinkirche gefeiert. Jetzt aber hatte es sich auch coronabedingt angeboten , beide Patrozinien im Freien im Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes zu feiern. Zelebriert wurde der festliche Gottesdienst von Pfarrer Stefan Werner. In seinem Rückblick auf die Geschichte und Geschicke Roms „alle Wege führen nach Rom“, erinnerte er daran, dass die beiden Kapellen ja auch einen direkten Bezug zu den sieben Hauptkirchen (Pilgerkirchen) Roms haben.

Nämlich, wie schon erwähnt, Hittisweiler zu Santa Maria Maggiore und Ehrensberg zu Sankt Laurentius vor den Mauern (San Lorenzo fuori le mura ). Dabei spiele es keine Rolle, ob jemand nun marianisch oder diakonisch orientiert sei. Es käme immer darauf an, sich darauf zu besinnen, dass die Kirche aus lebendigen Bausteinen bestehe. Jesus baue auf uns und wir sollten mutig weiterbauen als eben lebendige Bausteine. Musikalisch festlich umrahmt wurde die Eucharistiefeier an der Keyboard-Orgel durch Leo Straßner und durch Mundharmonikaspiel von Georg Schick bei der Kommunion.

Nach der Segensspende bedankte sich Pfarrer Werner bei allen Helferinnen und Helfern, die nicht nur Bänke und Sitzgelegenheiten aufgestellt sondern auch für den würdigen Rahmen gesorgt hatten. Hier in Hittisweiler hat seit Jahrzehnten.das Ehrenamt als Kapellenmesnerin Helga Gambichler inne. Ihr dankte Pfarrer Werner persönlich. Die Gottesdienstbesucher spendeten reichlich Applaus und am Schluss nochmals für die festliche, musikalische Umrahmung.

Fotobericht: Rudi Martin

 

 

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