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Bad Waldsee - Der Museums- und Heimatverein führt nach längerer Pause die Schriftenreihe „Kunst im Kornhaus“ fort. Erschienen ist jetzt die Nr. 8 im Nachgang zur Ausstellung „Das tänzerische Schwarz“ vom Herbst 2018 aus Anlass des 110. Geburtstages von Paul Heinrich Ebell (1908-1998). Vor allem die frühen, leicht märchenhaften und sehr farbigen Bilder des ehemaligen Waldseer Pädagogen und Künstlers wurden hier gezeigt.

Die frühere Vorstandschaft mit Rupert Leser hatte die Idee zu Museumsthemen eine kleine Schriftenreihe herauszubringen. Die Broschüre „Kunst im Kornhaus“ gestaltete der Vorsitzende zu Beginn selbst, unterstützt meist von Hans-Joachim Kaschner oder Elisabeth und Rainer Klass, der diese lose Reihe später weiterführte. Die 1. Ausgabe erschien im Dezember 2000 und behandelte die Zürn-Skulptur „Christus als guter Hirte“, eine private Leihgabe im Museum, die nach einigen Jahren wieder zurückgezogen wurde. Das vorläufig letzte „Kunst im Kornhaus“ mit dem Titel „Waldseer Stadtansichten bis 1900“ ist aus dem Juni 2011 und hat den stattlichen Umfang von 16 Seiten. Es erschien zur 4-monatigen Ausstellung „Veduten – Stadtansichten von Waldsee“ vom 11. Juni bis 11. September, die Texte lieferte Stadtarchivar Michael Barczyk, die Abbildungen stammten von unterschiedlichen Fotografen. Die 100-Jahr Feier des Museums im Jahr 2013 unterbrach diese Reihe, dafür wurde eine 96-seitige Fest-Broschüre erarbeitet und veröffentlicht.

Nach längerer Pause wird nun im Juli 2020 die Reihe „Kunst im Kornhaus“ mit der Ausgabe Nr. 8 weitergeführt. Die jetzige stellvertretende Vorsitzende Brigitte Hecht-Lang hatte nach der Ebell-Ausstellung von 2018 die Idee, diese lockere Schriftenreihe wieder aufleben zu lassen und begann sogleich mit der Umsetzung, die sich jedoch nicht einfach gestaltete. Herausgekommen ist jetzt ein Heft mit 24 Seiten und Beiträgen von fünf Autoren, die den Menschen und Künstler Paul-Heinrich Ebell in unterschiedlichen Facetten beleuchten. Hervorzuheben ist der empfindsame Beitrag von Ursula Hirrlinger, die Paul-Heinrich Ebell 34 Jahre kannte und begleitete, zuerst als Kollegin, dann als Vertraute und zuletzt als Stütze und Pflegerin im Alter. Ein eigener Beitrag würdigt das künstlerisches Schaffen der 1978 verstorbenen Ehefrau Ursula Ebell. Dr. Uwe Degreif vom Museum Biberach übernimmt diesen Part und steuert zudem seinen Einführungstext von der Vernissage der Ausstellung 2018 bei. Dorothea Schrade wirft ein sehr persönliches Schlaglicht auf Ebell. Auch Paul Heinrich selbst kommt zu Wort in der heiteren Geschichte von seinem Auftritt als Nikolaus im Jahr 1976. Abschließend ein Kurzbericht über den Galeristen Ewald Schrade und die Podiumsdiskussion vom 29.09.2018, in der er und die Ebell-Schüler René Auer, Jörg Eberhard und Axel Otterbach sich über den Maler unterhalten.

Das Heft weist 42 Abbildungen auf und zeigt in Farbe nahezu alle frühen Ölgemälde des Malers, die in dieser vorläufig letzten Ebell-Ausstellung zu sehen waren. Mit den bereits 2004 und 2008 erscheinen Publikation zum Werk des Künstlers ist der Überblick jetzt nahezu vollständig. Der Erwerb dieser Broschüre sollte für jeden, der 2018 bei der Ausstellung vom 02. September bis 28. Oktober „Das tänzerische Schwarz - Paul Heinrich Ebell | 110 Jahre“ einen Druck gekauft hat, quasi ein "Muss" sein. Im Info-Büro der Kurverwaltung Bad Waldsee ist sie gegen eine Spende zu erhalten. Den Mitgliedern des Museums- und Heimatvereins wird dieses neue „Kunst im Kornhaus“ zugeschickt als Trostpflaster dafür, dass das Museum bislang noch geschlossen bleibt.

 

Pressemitteilung Museums- und Heimatverein Bad Waldsee
Text und Fotos: B. Hecht-Lang

 

titelblatt

Das Titelblatt nimmt das Plakatmotiv der Ausstellung „Das tänzerische Schwarz“ auf. Es zeigt das Gemälde „Die schwarze Tänzerin“ von 1955.

 

Ebell, Nachtfalter

“Nachfalter“ von 1951, Öl auf Leinwand, im Bestand des Museums.

 

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