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Bad Waldsee - Umsonst und draußen. Wo gibt’s denn so was? Na klar, seit 40 Jahren beim Waldstock in Gaisbeuren. Vom 5.- 7.8.

Waldstock. Da war doch was. Na klar, Woodstock, das berühmteste Hippifestival. Mit legendären Größen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, The Who. 400.000 Besucher in Matsch und Regen, aber mit einem Joint immer gut drauf.

1982, also ein paar Jahre später als Woodstock, das erste Waldstock in Gaisbeuren. Zugegeben, Jimi Hendrix kam nie. Aber viele Bands mit Waldseer Besetzung gaben auf dem Waldstock ihr Debüt vor einem größeren Publikum. Nicht so professionell wie heutzutage. Ohne Catering, aber ein paar Flaschen Bier gab’s schon immer.

Ein tolles Kompliment an die Macher von heute. Seit 2010 haben sie sich im Verein Waldstock e.V. zusammengetan, um die Idee des Festivals, einfach Musik für alle zumachen, am Leben zu halten. Wie sie auf ihrer Website schreiben, arbeiten die Helfer alle ehrenamtlich, das Bier ist günstig und die Bands spielen auch heute noch für einen symbolischen Kasten Bier.

Nach zwei Jahren Corona-Pause fiel eine Änderung sofort ins Auge. Die Bühne war an einem neuen Standort. Dadurch wurde das Gelände nicht mehr längs, sondern quer aufgeteilt. In der Mitte der Längsseite die Bühne, an den beiden kürzeren Seiten jeweils Getränke und Catering.

Langjährige Besucher fanden es nicht so günstig, weil der Platz vor der Bühne schmaler war. Da nahm dann die Schlammgrube doch ganz schön Platz weg. Und durch die beiden entgegengesetzten Catering-Plätze war eine ständige Unruhe vor der Bühne.

Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Denn was die Macher am Samstag Abend an Bands aufboten, war schon erste Sahne.

Bei Ankunft performten Lukas, Tim und Alex, zusammen Cedric L’Amour, gerade ihre erste Single „Liebe geben lieber lassen“. Drei Jungs in weißen Jacken, schwarzen Rollis und schwarzen Hosen bringen zu harten Gitarren-Riffs und rockigem Beat eine sauber einstudierte Choreografie zu einem Text des Inhaltes „öfter mal was Gutes tun.“

Den Wald zum Grooven brachten Brassmaniacs und Mischa. Erstere eine 10-köpfige Formation mit drei Bläsern, deren Liveshows ein vielseitiges Buffet aus satten Grooves, kraftvollem Soul-Gesang und knackigen Bläserkicks bieten, abgerundet durch eine Prise Beatbox. Letztere mit Alternativ- Pop-Rock. Abgerundet wurde der Samstagabend von Eau Rouge mit ihrem ganz eigenen Dream-Rock.

Am Samstagabend meinte es das Wetter gut mit dem Waldstock. Ein bisschen frisch im Gegensatz zu den Tagen, davor aber eine echte Ereleichterung. Einige hundert Leute bevölkerten das Festival-Gelände. Es war gut besucht, ohne überfüllt zu sein.

Am „Obschdler-Garten““, am Crepes-Stand, beim afrikanischen Catering und am Getränkestand war man den ganzen Abend über bestens versorgt. So hat das Waldstock eine gute Zukunft über das 40-jährige hinaus.

 

Bericht und Bilder Erwin Linder

 

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