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Bad Waldsee - Der Flohmarkt beim Bad Waldseer Altstadt- und Seenachtfest ist fester Bestandteil des Festsonntages. Wir haben dem Orga-Team bei der Arbeit zugeschaut. Die Besucher des Flohmarktes  ahnen kaum, welche Logistik hinter dieser Attraktion stecken.

Trotz aller Baustellen in unserer „Großen Kreisstadt“ haben sich weit mehr als 60 Standbeschicker aus nah und fern angemeldet, um ihre Trödelware an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Erste Frage für das Orga-Team aus der Tourist-Info: Wo bringt Ihr die alle unter?

Einfach ist es in der Wurzacher Straße. Vom Eiscafé Italia stadtauswärts auf der linken Seite bis zum „Hafendeckel“ (alte Bzeichnung für das Wurzacher Tor) lassen sich 24 Stände unterbringen. Ein Stand ist immer drei Meter breit und hat einen Abstand von einem halben Meter zum Nachbarn. Nach vorne darf auch nicht unendlich rausgebaut werden, denn es muss eine Rettungsasse von mindestens dreieinhalb Meter freigehalten werden.

In der Hauptstraße vom Kornhaus bis zum Gut-Betha-Platz finden 35 Stände Platz. Die ersten beiden beim Abgang zum Entenmoos, der nächste gegenüberliegend neben Mode-City, vor Floh’s Fashion, rund um das „Amtshaus“, vor der Beckers‘schen Apotheke und dann rund um den Gut-Betha-Platz.

Wie sieht’s bei Bad Waldsees größter Baustelle, der Bleichestraße aus? Hier beginnt der Flohmarkt auf Höhe „Am Hofgarten“ und zieht sich dann bis zur Ölmühle. Auf der Wiese vor der Ölmühle ist der reservierte Platz für den Kinderflohmarkt.

Schon am vergangenen Donnerstag konnte man die Mitarbeiter/innen der Tourist-Info, angetan mit gelben Warnwesten und ausgerüstet mit Maßband und Sprühflaschen, in der Stadt beim Anzeichnen der Standflächen antreffen. Ein Schelm, wer dabei an die Geometer der Jungelfer beim Narrenbaumstellen denkt.

Sonntagmorgen, wenn die Festbesucher noch ihren samstäglichen Kopf auf den weichen Kissen ruhen haben, kommt das schwerste Stück Arbeit für das Orga-Team: Hilfe, die Beschicker kommen. Es sind ja in der Regel erfahrene Verkäufer, die von Flohmarkt zu Flohmarkt ziehen und die wissen, dass man sich seinen Standplatz schon mal mit harten Bandagen erkämpfen muss.

Für die Händler gibt es drei Zufahrten zur Innenstadt: für die Wurzacher Straße durch den Hafendeckel; für Gut-Betha-Platz und Hauptstraße durch die Fußgänger-Zone an der Kirche und die Bleichestraße kann von der Stadthalle her angefahren werden.

Während in Wurzacher Straße und am Gut-Betha-Platz nummerierte Plätze fest vergeben sind und die Überwachung mit Hilfe der Security gut aufgestellt ist, werden die Plätze in der Bleichestraße nach dem Windhundverfahren aufgefüllt. Erfahrene Mitarbeiter der Tourist-Info stehen an der Absperrung Stadthalle über Funk mit ihren Kollegen an der Ölmühle im Kontakt. Nur so viele Autos dürfen durch die Absperrung, dass es beim Bezug der Plätze keinen Stau gibt. Hier sind Leute mit Standfestigkeit gefordert, denn nicht jedem Aussteller passt der zugewiesene Platz und nicht jeder hält sich an die Vorgabe, nur Trödel zu verkaufen.

Sobald die Autos ausgeladen sind, müssen sie vom Festgelände runter und ihre Parkplätze im Bereich der ehemaligen Fischzucht beziehen. Und dafür dürfen sie nicht einfach zurückfahren, was ja ein heilloses Durcheinander verursachen würde, sondern sie müssen den Umweg von der Bleiche über Steinach oder von der Wurzacher Straße über die Richard-Wagner- und Frauenbergstraße zum Parkplatz nehmen.

Man sieht, das Orga-Team hat alle Hände voll zu tun.

Wir wünschen allen viel Erfolg und ein unbeschwertes Altstadt- und Seenachtfest.

Text / Fotos: Erwin Linder

30FlohAusmessen

Ausmessen der Standplätze (hier in der Wurzacher Straße).

30FlohAnzeichnen

Anzeichnen von Standplätzen (ebenfalls in der Wurzacher Straße).

 

 

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