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Bad Waldsee - Der Wohnpark am Schloss in Bad Waldsee wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Pandemiegerecht gefeiert wird dieser runde Geburtstag in der Seniorenwohnanlage nur intern – mit mehreren kleinen Feiern, Konzerten, einem Tanznachmittag sowie einer Wildkräuterführung.

„Gemeinschaft macht für mich das Leben hier im Wohnpark aus: Man trifft jeden Tag gleichaltrige und gleichgesinnte Menschen, mit denen man sich unterhalten kann - sei's beim Stammtisch, beim Mittagessen, beim Gottesdienst und bei den Veranstaltungen“, zieht Bewohner Josef Mattes nach 17 Jahren im „Wohnen mit Service“ eine durchweg positive Bilanz. Der frühere Waldseer Pfarrer und Ex-Dekan entschied sich anlässlich seiner Pensionierung 2005 für diesen Umzug. „Mir war es wichtig zu wissen, dass ich im Alter gut versorgt bin und dass ich bei Bedarf auch im Pflegeheim einen Platz bekomme“, erzählt der 86-Jährige von seinen Beweggründen, eine der begehrten Wohnungen im Gebäude der früheren Schlossparkklinik zu kaufen. Bis heute bringt sich der Geistliche hier als Seelsorger ein und feiert Gottesdienste in der Hauskapelle.

Thekla Maucher kam bereits im Juni 2002 in den neu eröffneten Wohnpark. „Ich musste aufgrund der großen Nachfrage richtig kämpfen um eine Wohnung, aber als alleinstehende Frau mit 75 Jahren wollte ich gerne in Gemeinschaft leben und es war schön zu sehen, wie die Bewohner zusammengewachsen sind“, zeigt sich die 95-Jährige im Rückblick dankbar für die vielen Begegnungen und schönen Stunden. Seit 2018 wohnt die Seniorin im Pflegeheim und fühlt sich auch hier gut aufgehoben. Die Wohnanlage sei ihr in zwei Jahrzehnten zur zweiten Heimat geworden und das wohltuende Gemeinschaftsgefühl helfe ihr und anderen Bewohnenden im Haus über manche Gebrechen des Alters hinweg.

Das angenehme Zusammenleben und die vielen seniorengerechten Angebote unter einem Dach, die bis vor Corona auch offen waren für Besuchende von außen, machen den Charme der naturnahen Anlage mit Anbindung an den Citybus aus. „Unsere Bewohnenden im Wohnen mit Service leben selbstbestimmt in ihren Wohnungen und wenn der Unterstützungsbedarf zunimmt, können sie verschiedene Hilfsangebote in Anspruch nehmen, um ihre Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden möglichst lange aufrechtzuerhalten“, beschreibt Wohnparkleitung Laura Heber das bewährte Wohnparkkonzept der Trägerin St. Elisabeth-Stiftung. „Wenn dies nicht mehr geht, haben sie die Gewissheit, dass sie auch in unserem Pflegeheim gut versorgt werden.“

Seit Eröffnung des Wohnparks am Schloss werden deshalb lange Wartelisten geführt, weil es in der Großen Kreisstadt Bad Waldsee nach wie vor an vergleichbaren Wohnprojekten für Seniorinnen und Senioren mangelt. Die St. Elisabeth-Stiftung hat zwar am Waldseer Stadtgraben 19 im Jahr 2017 einen zweiten Wohnpark eröffnet, aber auch dort ist die Nachfrage groß. Dass sich die beiden Seniorenwohnanlagen in der Kurstadt von Anfang an großer Beliebtheit erfreuten und gesellschaftlich gut verankert sind, ist zweifelsohne mit Verdienst der langjährigen Wohnparkleiterin Heidi Schreiber. Bis zum Eintritt in ihren Ruhestand Ende 2021 sorgte sie mit ihrem Team dafür, dass das „Wohnparkkonzept“ mit Leben erfüllt wurde. Sei's mit der Suche nach Ehrenamtlichen, durch den Aufbau der Tagespflege, dem Betrieb eines öffentlich zugänglichen Tagescafés und vor allem mit den vielen Veranstaltungen, die bei Bewohnenden und Gästen gleichermaßen beliebt und gut besucht waren.

Ob Maibaumstellen und Modenschau mit hauseigenen Models, Konzerte und Kunst-Vernissagen im lichtdurchfluteten Foyer, Vorträgen zu Themen der Gesundheitsvorsorge und Kriminalprävention für Senioren sowie kirchliche Feste: Dies alles führte Bewohnende und Menschen aus der Stadt zusammen und sorgte dafür, dass die Altenhilfe ein attraktives Gesicht erhielt. „Wir wollten mit unserem Programm zeigen, dass es auch im Alter Lebensqualität, Lebenslust und Lebensfreude gibt“, bringt es Heidi Schreiber rückblickend auf den Punkt, was im Wohnpark am Schloss offensichtlich gut gelungen ist.

Ihre Nachfolgerin führt diese Arbeit an der Spitze der gut vernetzten Einrichtung seit einem guten halben Jahr mit großem Engagement weiter. „Corona hat uns zwar bis zuletzt leider etwas ausgebremst, aber wir hoffen sehr, dass sich unser Wohnpark nach der Pandemie wieder öffnen kann für Gäste, die gerne zu unseren Veranstaltungen kommen und Abwechslung in den Alltag bringen“, blickt Laura Heber voraus.

„20 Jahre Wohnpark am Schloss“ wird mit Rücksicht auf Corona nicht mit einer zentralen Feier begangen, sondern mit mehreren „Häppchen“ in kleineren Gruppen, auf die sich die Bewohnenden sehr freuen. Unter anderem hat der Männerchor Haisterkirch hier demnächst einen seiner ersten Auftritte nach langer Konzertpause und die Sänger mit Dirigentin Katrin Reichle an der Spitze können bei dieser Serenade von einem großem Beifall ihres Publikums ausgehen.

Viele Informationen rund um den Wohnpark am Schloss in Bad Waldsee finden sich unter www.st-elisabeth-stiftung.de

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Pressemitteilung der St. Elisabeth-Stiftung (Sabine Ziegler)

 

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