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Bad Waldsee (dbsz) - Der SPD-Ortsverein kritisiert die rasche Schließung der Endoprothetik im Krankenhaus Bad Waldsee. Hier die Mitteilung, die erst jetzt bei der Bildschirmzeitung eingegangen ist, im Wortlaut:

Als schwerer Schlag für die Menschen im nördlichen Bereich des Kreises Ravensburg und für Teile der Nachbarkreise wurde der Beschluss des Kreistages aufgenommen, dass das Kreiskrankenhaus Bad Waldsee bis Ende September 2023 schließen müsse. Sofort im Anschluss danach wurde die Verlegung der endoprothetischen und chirurgischen Operationen nach Wangen bekannt gegeben. Das zeigt auf, dass die Pläne dazu längst vorlagen.

Die vielfach geäußerten Forderungen der Menschen hier wurden nicht von vielen Kreisräten (der Grünen, CDU, Freien Wählern) und nicht von der OSK-Leitung ernstgenommen. Bei der Entscheidung spielten die von den Bürgern selbst, der Bürge-initiative, den umliegenden Bürgermeistern und auch dem SPD-Ortsverein vielfach geäußerten Gründe zur Erhaltung unseres Krankenhauses einfach keine Rolle: nicht die bisher guten wirtschaftlichen Ergebnisse, nicht die wichtigen Ausweichmöglichkeiten zum Beispiel wegen Corona, nicht die erschwerten Arbeitsbedingungen der im Kranken-aus Beschäftigten, nicht schlechteren Bedingungen bei Neubesetzung freiwerdender Arztpraxen, nicht die vermehrten Kosten der Rettungswageneinsätze und Taxifahrten, nicht die zusätzliche Belastung für ambulante Pflegedienste und die e-schwerte „Betreuung“ der Patienten durch Familie oder Freunde – auch nicht, ob eine „Gesundheitsstadt“ ohne Krankenhaus diesen Namen noch verdient und ob der Kurstadt- und Wirtschaftsstandort Bad Waldsee geschädigt wird.

Aber: Den bisher im Krankenhaus arbeitenden Menschen und den Menschen in unserer Raumschaft werden zusätzliche finanzielle und soziale Belastungen zugemutet!

Wir bedanken uns bei allen, die sich entsprechend geäußert und sich für den Erhalt unseres Krankenhauses eingesetzt haben. Wir bedanken uns bei den Ärzten und dem Pflegepersonal wie auch den sonstigen Beschäftigten im Krankenhaus, die stets für gute Leistungen und persönliche Fürsorge gelobt wurden. Wir bedauern, dass alle Argumente für die Bedeutung und den Erhalt unseres Krankenhauses – auch im Kreistag – doch nicht ausreichend Gehör gefunden haben und – wir sind absolut überzeugt davon, dass die Schließung des Waldseer Krankenhauses nicht notwendig und nicht sinnvoll war.

Der „grüne“ Sozialminister Manne Lucha hat mit seiner Weigerung, weiterhin Investitionsmittel für kleine Krankenhäuser wie In Bad Waldsee oder Tettnang, zu genehmigen, die Totenglocke geläutet. Und ist absolut nicht erkennbar, dass bei Schließung aller kleinen Krankenhäuser die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung verbessert oder ökologische Ziele umgesetzt werden.

Carola Rummel, Michael Haschek, Jan Haschek für den Vorstand der SPD Bad Waldsee

 

Bericht SPD Bad Waldsee

 

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