Aulendorf – „Wir freuen uns, dass wir nun in die Realisierungsphase kommen und das Projekt in den nächsten Wochen und Monaten sprichwörtlich wachsen wird“, sagte Bürgermeister Matthias Burth zur Eröffnung der Bauarbeiten des Kindergartens „Schatzkiste“ mit einem Spatenstich auf der Baustelle in der Ebisweilerstraße am Dienstagabend.

In seiner Begrüßung und seinem Dank zählte er eine lange Liste von Namen auf, die sich in drei Jahren der Planung um die Realisierung verdient gemacht haben und nun die Umsetzung vorantreiben: den Gemeinderat, die Architekten Andreas Hack und Nicolas Schwager, Andreas Braun, Geschäftsführer des Biberacher Bauunternehmens Grüner und Mühlschlegel, die Erzieherinnen im Kindergarten und er freute sich auch über das Kommen der angrenzenden Nachbarn für das Gymnasium Rektorin Silke Hubig, für die „Schule am Schlosspark“ Rektor Christof Lang und für den Wohn- und Beschäftigungsbereich der Zieglerischen Anstalten die Einrichtungsleiterin Barbara Scheffold.

Für die Nachbarn mögen die Beeinträchtigungen „so gering wie möglich sein“, hofft Burth. Mit diesem Spatenstich ist ein Schlusspunkt der Planung gesetzt und „wir haben es selbst in der Hand, was aus uns wird, was wir machen“, zitiert Matthias Burth ein Sprichwort. Gebaut wird ein zweigeschossiger Kindergarten für 5 Gruppen, Krippenplätzen und Ganztagesbetreuung mit Mittagessen. Auf 1250 m² Raumprogramm sei die Möglichkeit für alle Spielangebote vorhanden und er sei überzeugt, die beste und wirtschaftlichste Lösung gefunden zu haben, es habe sich gelohnt, so Burth.

Dieser Neubau hatte eine lange Vorgeschichte, insbesondere für eine Gemeinderätin (Karin Halder B.U.S) schon zu lange, wie sie mehrmals bei Sitzungen zum Thema Neubau Kindergarten beklagte. „Wir wollen nicht den teuersten Kindergarten aller Zeiten bauen“, verteidigte Architekt Andreas Hack bei der Bürgerversammlung Ende 2019 sein 7,5 Mio. Projekt gegen die Einwände von Bürgern zu teuer, zu viel Glasfassaden. Er und sein Büro Hack, Lanz und Schwager waren als Sieger eines beschränkten Wettbewerbs unter zehn Mitkonkurrenten hervorgegangen.

Damals war noch geplant, den Spatenstich im Frühjahr 2021 zu setzen. Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Prognose hatten sich alle Fraktionen auf das Kostenziel 5 Mio. verständigt und im Frühjahr 2020 war von 5,88 Mio. die Rede. Im darauf folgenden Herbst wurde von Hack eine Entwurfsplanung für rund 5,5 Mio. vorgestellt bei einem Eigenanteil der Stadt in Höhe von 4,7 Mio. Mit den allgemeinen Preissteigerungen im Baubereich musste man letzten November schon einer Kostensteigerung auf 6,48 Mio. Ins Auge blicken.

Dank Zuschüssen in Höhe von 2,2 Mio. aus diversen Fördertöpfen des Landes reduziert sich der Eigenanteil der Stadt auf 4,3 Mio. Mit diesem Ausblick wünschte Burth dem Projekt einen zügigen und guten Verlauf. „Endlich geht`s los“, sagte Hack, der den „selten so schönen Bauplatz“ seit seiner Schulzeit kennt und nun täglich als Projektleiter betreuen will. Rechtzeitig, bevor sich die drohende Regenwolke ausschütten konnte, war der Feierakt im Freien beendet und die Bilder zum Spatenstich im Kasten. In sieben Monaten müsste der Rohbau fertig gestellt sein, so Braun, bei einer gesamt veranschlagten Bauzeit von 18 Monaten.

 

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Text und Bilder: Gerhard Maucher

 

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