Aulendorf - Von Aulendorf folgen wir dem Radweg nach Bad Waldsee über das Steinacher Ried. Waldsee, seit 1956 mit seinem Moorheilbad zu Bad Waldsee umbenannt, ist ein schmuckes Städtchen zwischen Stadtsee und Schlosssee. Letzterer ist im Besitz des fürstlichen Hauses Waldburg-Wolfegg. Bekanntester Betrieb aus Bad Waldsee ist der Reisemobil- und Caravanbauer Hymer.

Waldsee ist ebenso wie Aulendorf eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Die Narrenzunft Waldsee wurde am 1. Oktober 1935 gegründet, sie ging direkt aus dem 1908 gegründeten Narrenverein hervor. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Narrenzunft Waldsee fand am 19./20. Januar 2008 das große Narrentreffen der VSAN statt, das größte Fest, das jemals in Waldsee ausgerichtet wurde.

Über Michelwinnaden, Ingoldingen und durch den schattigen Wald hinauf nach Reute geht es über das Wolfental nach Biberach. 1281/82 wurde Biberach zur Reichsstadt erhoben. Schon 1239 erfolgte die Gründung des Spitals, eine karitative Einrichtung für alle Bürger, die bis heute Wälder besitzt und das Bürgerheim (Altersheim) betreibt. Mit der Baumwolle wuchs Biberach zu einer bedeutenden Weberstadt heran und deren Erzeugnisse wurden nach ganz Europa exportiert. Infolge der Reformation entwickelte sich Biberach zu einer konfessionell gemischten Reichsstadt. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten am 20. April 1632 schwedische Truppen die Stadt und ließen am nächsten Tag den evangelischen Taufstein wieder in der Stadtpfarrkirche aufstellen.

Wir machen Pause am Kaypellenplatz bei Kaffee, Kuchen und Flammkuchen stand auf der Speisekarte. Weiter geht es nach Warthausen und am Ortseingang steil hinauf nach Röhrwangen. Über Alberweiler, Aßmannshardt, Aigendorf, Hausen folgen wir einem Radweg nach Ahlen am Federsee. Bei Alleshausen biegen wir ab nach Kanzach und über Dürnau und Kleintissen geht es nach Bad Saulgau.

Den Reigen der Kurstädte schließt Bad Saulgau ab, wo wir die zweite Kaffee- und Bierpause einlegen, bevor es die letzten 14 km zurück nach Aulendorf geht. Die 91 km wurden in gut vier Stunden gefahren, dies entspricht einem Durchschnitt von 22,5 Kilometer pro Stunde.

 

Text und Bilder: Gerhard Maucher

 

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