Aulendorf - Technik Caravane Rallye 2022 zu Gast in Aulendorf.

 

Seit knapp zehn Jahren ist Aulendorf in Oberschwaben eine der europäischen Hauptstädte des Reisemobils. Vom 16. bis 19. Juni ist Carthago City Gastgeber sowie Start- und Zielpunkt der „Technik Caravane Rallye 2022“ , ausgeschrieben für 75 Reisemobile mit ihren Besatzungen. Bei dieser Rallye steht Geschicklichkeit statt Tempo im Mittelpunkt.

Nach zweijähriger Pandemiepause kommt die Rallye wieder zum Start, dieses Mal bei Carthago in Aulendorf. Von dort aus lernen die Teilnehmer an zwei Tagesetappen Oberschwaben und das Allgäu kennen. Aufgeteilt in vier Fahrzeugklassen, legen die Teilnehmer dabei rund 250 Kilometer zurück. Integriert sind zwölf Sonderprüfungen auf abgesperrten Abschnitten, bei denen sie ihre Geschicklichkeit im Umgang mit den Fahrzeugen beweisen müssen. Gestartet wird in vier Kategorien: Fahrzeuge bis 7 Meter, 7 bis 8,5 Meter, 8,5 bis 9 Meter und über 9 Meter Gesamtlänge.

Nicolaus Hirsch, Geschäftsführer von Linnepe GmbH ist einer der drei Gründungsmitglieder aus dem Jahr 2009 von Technik Caravane , einem Zusammenschluss von 16 Herstellern und Ausstattern von Reisemobilen. Er zeigt das Road Book, das jeder der 43 gemeldeten Teilnehmer erhält. Es enthält den Streckenplan mit der vorgegebenen Wegstrecke.

Abweichungen davon, werden mit Strafpunkten geahndet. Los geht es am Freitag, um 13.01 Uhr. Mit dem Lied von Europe „The Final Countdown“ werden die esten Fahrzeuge auf die Reise geschickt über Otterswang und Bad Saulgau zur ersten Sonderprüfung in Braunenweiler. Dort gilt es Augenmaß und Gefühl in Einklang zu bringen und möglichst knapp vor einer Hundedackelfigur zu bremsen. Jede Abweichung in cm gemessen ergibt einen Strafpunkt.

Auch ohne Rallyeerfahrung kann jeder mitfahren, denn bei der Rallye geht es um Orientierung, Ge­schicklichkeit und vor allem Teamgeist. Es kommt darauf an, sein Fahrzeug zu kennen, Zeiten, Abstände und die genaue Stre­cken­führung zu beachten.

Nach einem Abstecher über Mengen und den Kreis Sigmaringen folgt die zweite Sonderprüfung bei Kanzach. Ein Kampfrichter, der wohlwollend von „einer verrückten Gesellschaft von Reisemobilisten“ spricht, erklärt mir die Aufgabe an dieser Station. Auf einer Wendepunktstrecke von 380 Metern gilt es, diese möglichst genau in 50 Sekunden zu absolvieren.

Dann geht es zurück auf die Strecke nach Riedlingen. In Hoßkirch verpasse ich eine weitere Sonderprüfung, denn ich folge der Rallye mit dem Rad. Etwa 16.30 Uhr vor Altshausen an einer Kontrollstelle höre ich, dass alle schon durch sind. Somit hat heute niemand den Zielschluss um 17 Uhr in Aulendorf verpasst.

Mit sichtlich Spaß und einer La Ola Welle werden die Teilnehmer in den zweiten Tag verabschiedet. Dabei sind zwei Halbetappen mit rund 150 km und einer Mittagspause im Campingpark Gitzenweiler Hof bei Lindau zu absolvieren. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland von Kempen-Krefeld, Gummersbach, Düsseldorf und München, aber auch aus Neunkirchen/Saarland, Eichstätt oder aus dem nahen Überlingen. Zwei Fahrzeuge haben eine rein weibliche Besatzung am Steuer und als Co-Pilotin.

Es sind Reisemobile aller bekannter Hersteller am Start, wobei die riesigen Concorde Liner in der Preisklasse eines Einfamilenhauses herausragen. Mit einer Dinner und Driversparty mit Siegerehrung geht die Veranstaltung am Abend zu Ende.

 

Text und Bilder: Gerhard Maucher

 

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