Region - Das "Aktionsbündnis Zukunftsfähiger Regionalplan" sieht gravierenden Handlungsbedarf beim Umgang mit der Flächen– sowie mit der Klimafrage im vorgelegten Regionalplan-Entwurf. Die Scientists4Future haben dem ausgelegten Entwurf in ihrem Gutachten kürzlich weitgehendes Versagen attestiert, indem sie die direkte Beziehung zwischen der angepeilten Flächenausweisung und deren Klima-Auswirkungen berechnet haben.

 

Der Regionalplan stellt Flächen in einem Umfang zur Verfügung, deren Versiegelung alleine schon eine halbe Million to CO2 freisetzen wird. Auf diese Weise werden national und international anvisierte Klimaziele durch Kommunalpolitik unterlaufen .

Nun soll eine Fortschreibung mit 15 bis zu 25 Jahren Laufzeit genehmigt werden, in der bereits jetzt bestehende nationale und internationale Verträge und Gesetze ignoriert werden!

Der Regionalverband war über lange Jahre hinweg für Normalbürger, selbst für Gemeinderäte, fast unsichtbar. Nun reibt man sich die Augen angesichts der Machtfülle, mit der er ausgestattet ist. Wir stehen vor riesigen Veränderungen, die ein schnelles Umdenken notwendig machen, doch in der Regionalversammlung will man davon nichts wissen.

Einige der Bündnisgruppen sind bereits seit mehreren Jahren im Austausch mit Herrn Regionaldirektor Franke und Mitgliedern des Regionalverbandes. Sie haben seither viele tausende von Stimmen für ihre Anliegen gesammelt - und auch offiziell übergeben. Dies machte bisher wenig Eindruck, genauso wenig wie die weit über 3.000 Einwendungen, die zur 1. Offenlage abgegeben wurden. Weniges wurde geändert, vieles zügig verworfen um den Zeitplan nicht zu gefährden. An die Masse der Einwender gab es keine Rückmeldung.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich bisher etwa 30 Gruppierungen zusammengeschlossen haben, um sich zusammen besser Gehör zu verschaffen. Es ist ein ungewöhnlich breites Bündnis, das auch jetzt noch stetig wächst. Ein Bündnis, das trotz aller Unterschiede ein gemeinsames Ziel sieht: Eine deutliche Verringerung des Flächenverbrauchs sowie die Einhaltung von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen.

Maximal 1250 ha darf diese Region an Fläche verbrauchen, um das 1,5° Ziel nicht zu verfehlen. Das bedeutet immer noch eine Versiegelung von 40 landwirtschaftlichen Höfen, mit allen Äckern, Wiesen und Wegen. Diese Fläche genügt vollkommen, wenn endlich auf zukunftsfähige planerische Konzepte gesetzt wird, und gleichzeitig Innenausbau und Aufstockung focussiert werden. Das 1,5° Ziel setzt außerdem die Verkehrswende voraus. Auch da hat der Regionalverband noch nachzubessern wie der ADFC jüngst bemängelte: Die lange Liste der geplanten Neu- und Ausbauten von Straßen konterkariere geradezu die allgemeinen Aussagen zu einer Verlagerung hin zum Umweltverbund.

Hermine Städele für das Aktionsbündnis Zukunftsfähiger Regionalplan

 

 

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