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Ravensburg – Mit einer Aktion vor der Landtagswahl wollte "Fridays for Future Ravensburg" an ihre Ziele, die Klimakatastrophe zu verhindern, erinnern und rief zu einer Kundgebung in der Schussenstraße auf. Dort wo das Baumhaus mit einem Sondereinsatz der Polizei Ende letzten Jahres geräumt wurde.

 

Die Redner*innenliste beginnt mit der 17-jährigen Lydia. Sie ist neu bei Fridays for Future engagiert und beklagt, „dass sich alles nur noch um Corona drehe, der Klimaschutz werde nicht ernst genommen“ und sie fordert den Erhalt der Wälder, ein Radwegenetz und eine Welt, auf der Kinder noch eine Zukunft haben.

Lukas von der Solidarischen Landwirtschaft Ravensburg spricht über die Bedeutung des Bodens als Grundlage des Lebens. Die Bildung von nur 1 cm Humus dauere 100 bis 300 Jahre, wertvoller Boden, der mit Autobahnen versiegelt werde, wobei zudem Kies und Sand abgebaut und von weither transportiert werde. Tagtäglich gehen 60 Hektar Boden durch Bauprojekte verloren, und um das Ziel der Bundesregierung bis 2030 auf 30 Hektar zu reduzieren zu erreichen, müsse jetzt umgesteuert werden.

Die Solidarische Landwirtschaft gibt es seit 5 Jahren in der Weststadt, wo sie 6,5 Hektar Land gepachtet haben und 150 Haushalte über Direktvermarktung mit Gemüse versorgen.

Bevor Julian über den Schaden der Tierhaltung als einer der Hauptverursacher für unsere Treibhausgase reden darf, werden die 80 bis 100 Zuhörer*innen animiert, Parolen zu rufen wie „Climate justice – global justice“, „Kohle - Stopp“ und „Altdorfer Wald -bleibt“.

Michael von "Critical mass Schussental" wirbt für eine Verkehrswende. Statt auf Individualverkehr mit dem Auto, setzt er mehr auf das Fortkommen zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV. Er erinnert daran, dass Kommunen derzeit ihre Radwegeprojekte zu 90 Prozent vom Land finanziert bekommen können..

 

Inzwischen ist auch ein großes Transparent zwischen den Bäumen verspannt -Kiesexport und Asphaltwahn das ist ein Klima-Höllen-Plan, für einen zukunftsfähigen Regionalplan, und nach Stefan Weinert, der gegen den Molldietetunnel kämpft und einem Vertreter der Initiative Rettet den Altdorfer Wald verkündet als letzter Redner der Baumbesetzer Samuel Bosch, dass im Altdorfer Wald zwischen Wolfegg und Grund zwei Baumhäuser an einer 90 m langen Abbruchstelle für den Kiesabbau errichtet wurden.

Während die einstündige Veranstaltung friedlich mit Abstand und Schutzmasken verlief, näherten sich zwei „Gehzeuge“ vom Bahnhof zur Schussenstraße hinauf bis zum Frauentorplatz, Gehzeuge sind so breit wie ein SUV, dass sie laut Straßenverkehrsordnung nicht auf Wegen, sondern auf der Straße bewegt werden müssen.

Text und Bilder: Gerhard Maucher

 

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