Kreis Ravensburg (ots) - Auch seit gestern Mittag haben die massiven Schneefälle in der Region Bodensee-Oberschwaben für große Probleme auf den Straßen gesorgt.

 

Sowohl auf der A96, wie auch auf den großen überregionalen Straßen kam es im Präsidiumsgebiet allerorts zu Behinderungen. Insbesondere liegengebliebene Schwerlastfahrzeuge sorgten in Steigungsbereichen dafür, dass der Verkehr teilweise gänzlich zum Erliegen kam. Aufgrund der derzeitigen Straßenverhältnisse wird das Anlegen von Schneeketten dringend empfohlen.

 

Besonders betroffen war in den Abend- und Nachtstunden die Bundesstraße 31 zwischen Friedrichshafen und der Anschlussstelle Sigmarszell. Dort sorgten querstehende Lkw dafür, dass der Verkehrsfluss in beiden Richtungen zeitweise vollständig stockte. Es bildete sich in Fahrtrichtung Lindau ein 10 Kilometer langer Rückstau, der auch den Räum- und Abschleppdiensten ein Durchkommen nahezu unmöglich machte. Das DRK versorgte auf dem Streckenabschnitt feststeckende Fahrer mit Verpflegung und warmen Decken. Die Fahrzeuge werden heute Morgen nach und nach freigeschleppt. Ein Ende der Einsatzmaßnahmen ist derzeit noch nicht absehbar. Aktuell ergeht der eindringliche Hinweis, die B 31 zwischen der Anschlussstelle Sigmarszell und Friedrichshafen nicht zu befahren und weiträumig auszuweichen.

 

Aufgrund der widrigen Straßenverhältnisse ereigneten sich am Abend und in der Nacht auch eine Vielzahl von Unfällen. Insgesamt wurden die Polizeidienststellen in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis zu 47 witterungsbedingten Unfällen gerufen. Davon ereigneten sich 22 Unfälle im Bodenseekreis, 16 im Landkreis Ravensburg und 9 im Landkreis Sigmaringen.
Während glücklicherweise bei dem Großteil der Unfälle nur Sachschaden entstand, wurden bei zwei Unfällen im Bodenseekreis insgesamt drei Personen verletzt. Bei einem Unfall auf der B 31n zwischen Stockach und Überlingen verletzten sich zwei Personen schwer, nachdem ein rutschender Lkw in den Gegenverkehr geriet und einen Pkw erfasste.

Aktuell entspannt sich die Lage insofern leicht, dass die starken Schneefälle nachgelassen haben und die Räum- und Abschleppdienste im Hochbetrieb dabei sind, die Straßen wieder passierbar zu machen.

Dennoch besteht auch weiterhin erhöhte Schneebruchgefahr. Insbesondere im Landkreis Sigmaringen kam es bereits am Abend und in der Nacht vermehrt auch zu Straßensperrungen durch unter Schneelast brechende Bäume und größere Äste. Wir raten dringend Waldgebiete zu meiden. Es besteht Lebensgefahr.

 

Pressemitteilung der Polizei

 

P1500159 578

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­