wow2019 578Bad Wurzach (Kolumne) - Die Menschen werden gerade entmündigt und alle, aber auch alle, liegen auf den Krankenbett der Nation und lassen sich von den Regierenden eine Pseudo-Medizin verordnen, deren Wirksamkeit weder Fachleuten noch den Regierenden selbst bekannt ist. Es gibt keine Blaupause für eine Pandemie - beruhigend, dass es eine Blaupause für einen Atomkrieg gibt.

 

Eine persönliche Erklärung: Ich habe nur meinen Kindern, nicht dem Staat Deutschland eine Vorsorge-Vollmacht über mein Leben erteilt. Mit einer Kontaktsperre zu meinen nächsten Verwandten wird in einem nicht akzeptablen Ausmaß in meine Würde eingegriffen. Als gefährdete Risikoperson werden von Staats wegen deine Kinder und Enkel zur Gefahr für dein Leben. Der Schritt zu einem „Stern“, um als Risikoperson noch auf die Straße zu dürfen, ist nicht mehr weit, und das beunruhigt mich außerordentlich.

 Erwachsene Menschen werden angehalten die „Alten“ und „Risikopersonen“ wegzusperren und nicht mehr zu besuchen. Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern, allesamt sind sie nicht vorsichtig genug einer Ansteckung entgegen zu wirken und Abstand zu halten, während sich ein Bundesligakicker mit einer Blutgrätsche auf Ohrbiss-Nähe seinem Gegner nähern können soll.

 

Die Selbstbestimmung hat Vorrang vor dem Schutz des Lebens. Politiker auf allen Ebenen sind seit zwei Monaten nicht in der Lage verbindliche Maßstäbe und Besuchskonzepte für über 800.000 Pflegebedürftigen in Heimen aufzustellen. Wo ist dabei der Aufschrei der erwachsenen Kinder dieser Pflegebedürftigen.

Alle Eltern, ausnahmslos alle, würden bei einem Wegsperren der eigenen Kinder auf die Barrikaden gehen, auch unsere gealterten Eltern.

 

Strafbare Anordnungen auf Sicht
Uns als erwachsene Menschen wird unter Strafandrohung ein Abstand von 1,5 bis 2 Meter zu einem anderen Menschen verordnet. Zu einem Abstand gehören immer zwei, die sich normalerweise verständigen, was nun aber noch mittels eines Mund- und Nasenschutzes auf ein dumpfes Nuscheln reduziert wird. Die Akzeptanz auch von Schals und Halstüchern ist Indiz genug, um zu erkennen, dass hier kein Virenschutz Vorrang hat, sondern die nach sechs Wochen Corona-Hausarrest entstandenen grantligen Gesichtszüge der Bürger zu verbergen.

Die Wirksamkeit des Mund- und Nasenschutzes wird in Fachkreisen seit Wochen von wirkungslos bis zur Heilsbringerschaft deklariert. Das ist wie mit dem Lätzchen bei den Kleinkindern, der Spinat auf dem Löffel fällt so oft neben wie auf das Lätzchen. Hier passt der Nickname der Bundeskanzlerin. „Mutti“ hat es für gut befunden und die Nation legt sich das Lätzchen um.

Was man unter 1,5 Meter Abstand versteht zeigen uns dann an die 10 Politiker, die dem Leitwolf Spahn mit dem stierenden Blick auf die Karriereleiter gedankenlos in einen vollgestopften Aufzug folgen. Das wäre ja noch verzeihbar, aber allein die Vorstellung, dass sich diese Gedankenlosigkeit in allen weiteren Entscheidungen niederschlägt, ist beängstigend.

Mehr als fragwürdig, sind dann noch die Vorgaben ein leckeres Eis erst 50 Meter vom Ausgabetresen weg verzehren zu dürfen. Restaurants dürfen Essen nur noch über die Straße verkaufen, der unmittelbare Verzehr an den Tischen ist auch unter Einhaltung von „Corona-Regeln“ nicht gestattet. Das Demonstrieren gegen solche für erwachsene Menschen nicht nachvollziehbaren Anordnungen wurde dann vorsorglich auch gleich verboten.

 

Verstorbene zweiter Klasse
Das statistische Bundesamt der Bundesrepublik zählt für das Jahr 2017 insgesamt 932.000 Verstorbene, davon über 344.000 an Herz-Kreislauferkrankungen und 68.000 durch Erkrankungen an den Atmungsorganen. Jeder Corona-Verstorbene der zwischenzeitlich annähernd 6.000 in zwei Monaten ist einer zu viel, er ist aber auch nicht mehr als die vergessenen 932.000 anderweitig Verstorbenen. Der Schrecken von Corona würde schnell relativiert, würde bei den täglichen Todeszahlen als Vergleichszahl die Verstorbenen mit anderen Todesursachen publiziert werden.

Die Würde der nicht durch Corona als Ursache Verstorbenen ist nicht nur mit dem Tod erloschen, sie wird noch nachträglich mit Füßen getreten.

 

Wer soll das bezahlen …. wer hat so viel Geld
Die Gedankenwelt unserer Bundes- und auch Landespolitiker scheint geprägt von den Kennziffern und Empfehlungen der Epidemiologen und Virologen. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft werden nicht erkannt, was ich weniger glaube, sie werden nicht offen und ehrlich kommuniziert. 40 Milliarden Euro wöchentlicher Lockdown-Ausfall ist nur ein kleiner Teil der Rechnung. Die Entlassungen, die Insolvenzen stehen uns noch bevor. Das ist nicht wie bei Corona nach einer 14-tägigen Inkubationszeit erkennbar.

Bundes- und Landespolitiker schmeißen mit Milliarden von Euro zur schnellen Brandlöschung um sich. Diese Milliarden liegen nicht auf einem Sparkonto, oder wie Winfried Kretschmann diesbezüglich sagte: „Das Geld fällt nicht vom Himmel!“, das sind Gelder, die in den laufenden und kommenden Haushalten verplant waren. Der Staat hat kein Sparsäckel. Die Staatshilfen die eine Lufthansa, Adidas, Kaufhof und weitere unverzichtbare Unternehmen erhalten sind von allen 82 Mill. Bürgern zu bezahlen.

 Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler weist ohne Corona-Auswirkungen am 27.04.2020 folgenden Schuldenstand aus: 1.969.930.464.000 (1 Billion, 969 Milliarden, 930 Millionen ….) damit ist jeder Haushalt mit 23.691 Euro verschuldet. Pro Sekunde steigt die Verschuldung um fast 7.000 Euro.

 

Dieser angerichtete wirtschaftliche und soziale Schaden wird zum Nährboden für rechtsradikale Entwicklungen. Wie schnell man aus dem Focus ist, wenn sich die Lage etwas entspannt, ist an der kurz aufgeflammten Diskussion um eine bessere Entlohnung aller im Gesundheitsdienst und in sozialen Berufen Beschäftigten erkennbar. Beifall geklatscht und vergessen, oder wurde dem Finanzminister gerade bewusst, dass er diese Millionen für 46 Kampfjets benötigt. Wir sind ja in einem „Krieg“, gegen die Coroner.

Ich habe mehr Angst vor den noch nicht erkennbaren Auswirkungen dieser Politik als vor dem Virus selbst. Meine Selbstachtung und Würde werde ich mir erhalten.

Ich wünsche mir eine öffentliche Öffnungsdiskussionsorgie in bisher nicht gekanntem Ausmaße und lass mich gerne dafür von der Kanzlerin rügen. Das Erwachen aus dem Wachkoma der Demokratie gelingt nur mit einer lautstarken Diskussion.

 

Wolfgang Weiß
dieBildschirmzeitung

 

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