Tettnang/Baienfurt (Leserbrief) - Sehr geehrte Frau Hofer-Runst, Sehr geehrte Redaktion, vielen Dank für die sehr objektive Berichterstattung,die in diesen Tagen leider Seltenheitswert hat. Die Kundgebung vor der Gemeindehalle in Baienfurt konnte die derzeitige gesellschaftliche Situation kaum besser widerspiegeln. (Artikel: Lasst doch die Kinder,Kinder sein)

Auf der einen Seite verschafften sich an diesem Abend — draußen versammelt und zahlreicher als angenommen — Kinder, Eltern, Großeltern, aber auch Lehrer und Menschen aus der ganzen Region lautstark jenes Gehör, das ihnen seit Wochen und Monaten insbesondere seitens der Politiker allzu oft verwehrt wird. Sie alle standen bunt, leuchtend und ausdrucksstark an diesem Abend für jene ein, die keine Lobby haben und gleichzeitig von den ergriffenen Maßnahmen in mehrfacher Hinsicht betroffen sind und es noch sein werden.

Nicht nur, dass sie beispielsweise durch den Zwang des Tragens von medizinisch völlig undefinierten Gesichtsmasken physisch, wie auch psychisch eigeschränkt werden, sondern es werden ihnen die kleinen Freuden und künftige Erinnerungen wie beispielsweise Klassen- oder Abschlussfahrten genommen. Erinnerungen, welche sie beim Abtragen der aktuell zusätzlich angehäuften gemeinschaftlichen Schulden sicherlich vermissen werden.

 

Befremdlich genug, dass sich jene für die Belange der Schüler und Studenten zuständige Politikerin für derartige Kritik völlig verschließt. Wie ein Schlag in die Magengrube wirkt es allerdings, wenn genau diese Frau sich in Manier Orwell'scher Schweine in den Räumlichkeiten des Baienfurter Rathauses mit Menschen trifft, die höchstwahrscheinlich nicht ihrem Hausstand angehören und dabei selbst auf jede einzelne der sogenannten "AHA-Regeln" pfeift, die den Kindern täglich aufoktroyiert werden.

Dieses "gleicher als gleich sein" war für viele Protestierenden von Außen sehr gut sichtbar bevor sich Eisenmann auf den kurzen Weg zur Veranstaltung des Wirtschaftsverbunds Baienfurt-Baindt in der Gemeindehalle begab, um eine "Wirtschaftspolitik der Zukunft" zu erörtern.

Die Kritik der, wohl ihrer Ansicht nach, nicht diskussionswürdigen Auswirkungen der gegenwärtigen Politik hingegen, ließ sie einfach draußen in der Dämmerung verhallen. Mehr als ungenügend für eine Politikerin, die sich in die Position einer Ministerpräsidentin versetzen lassen will.

 

Saladin Zulić
Tettnang

 

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