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Eigentlich versucht Carly (Carly Pope) ihrer Vergangenheit zu entfliehen, doch eines Tages erhält sie Besuch von Martin (Chris William Martin), einem Freund aus Kindheitstagen. Dieser erzählt ihr, dass er kürzlich an einem Experiment der Forschungseinrichtung Therapol teilgenommen hat, welche an Komapatienten forscht. Unter den Probanten ist auch Carlys Mutter Angela (Nathalie Boltt). Die psychisch schwer kranke Frau legte vor Jahren einen Brand in einem Altenheim und versuchte weitere Menschen in einer Kirche zu vergiften.

Obwohl Carly jeden Kontakt abgebrochen hat, will sie nun der Sache auf die Spur gehen. Mit Hilfe von Therapol soll Carly mit modernster Technik in den Verstand ihrer Mutter versetzt werden. Je tiefer sie dabei in Angelas Gedächtnis vordringt, desto mehr wächst ihre Überzeugung, dass ihre Mutter nicht verrückt geworden ist, sondern eine dämonische Macht Besitz von ihr ergriffen hat.

Mit „District 9“ schuf der Südafrikaner Neill Blomkamp mit relativ geringem Budget einen Film, der heute schon als moderner Science-Fiction Klassiker bezeichnet werden darf. Fortan war der Regisseur in aller Munde, wurde gar schon als Nachfolger von Ridley Scott für eine neue Alien-Verfilmung gehandelt. Doch nach den von vielen Kritikern mit eher lauwarmen Rezensionen bedachten Nachfolgefilmen „Elysium“ und „Chappie“ begann der Hype um den Filmemacher langsam zu verblassen. Dementsprechend geht Blomkamp mit Demonic einen Schritt zurück, verzichtet weitgehend auf große Effekte und setzt statt auf Stars wie Matt Damon oder Hugh Jackman auf eher unbekannte Schauspieler. Diese machen ihre Sache dann auch recht gut, vor allem die eher aus TV-Filmen bekannte Kanadierin Carly Pope überzeugt in der Hauptrolle. Leider kann das den Film auch nicht vor dem Mittelmaß retten. Zwar ist der Mix aus Horror und im Realismus verankerten Science-Fiction reizvoll, letzten Endes bietet der Film aber von beidem zu wenig. Trotz interessanter Prämisse mag keine echte Spannung aufkommen, das liegt vor allem an den unausgearbeiteten Charakteren und der über weite Strecken faden, blutleeren Inszenierung. Wer nach Abwechslung im Horror-Genre sucht, kann aber dennoch einen Blick riskieren.

 

Autor: Alexander Koschny

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