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Die alleinerziehende Mutter Callie (Carrie Coon) hält sich mit ihren beiden Kindern Pheobe (Mckenna Grace) und Trevor (Finn Wolfhard) mehr schlecht als recht über Wasser. Da erreicht die Familie die Nachricht vom Tod des entfemdeten Großvaters, der ihnen ein heruntergekommenes Farmhaus vermacht. Schon bald bemerken die Kinder paranormale Aktivitäten in ihrem neuen Zuhause.

Zusammen mit weiteren Kids und dem Physiklehrer Grooberson (Paul Rudd) versuchen sie den Phänomenen auf den Grund zu gehen und entdecken dabei, dass sie die Nachfahren des legendären Geisterjägers Egon Spengler sind, der einst mit seinen Kameraden eine Geisterinvasion in New York verhinderte. Damals gelang es den Ghostbusters den uralten Geist Gozer zu verbannen, doch dieser ist nun zurück und sinnt auf Rache.
1984 gelang dem kürzlich verstorbenen Regisseur Ivan Reitman mit Ghostbusters ein Kult-Hit, der die Fans bis heute begeistert. Nach einem Sequel und einem missglückten Reboot nimmt nun sein Sohn Jason Reitman auf dem Regiestuhl platz um den Ghostbusters eine würdige Fortsetzung zu bescheren. Interessanter Weise tut er das nicht nach dem Motto: „Schneller, höher, weiter“, sondern geht sogar einen Schritt zurück und siedelt seine Geschichte statt in der Metropole New York im ländlichen Oklahoma an und auch in die Trickkiste greift er erst im letzten Drittel so richtig. Zuvor setzt er auf Charakterentwicklung statt auf Effekte. Das kann zwar gerade im Mittelteil etwas ermüdend sein, zumal Reitman den Comedy-Anteil des Originals deutlich zurück schraubt, trotzdem ist es ein frischer Ansatz der sich wohltuend vom Mainstream-Einerlei abhebt. Der großartige Cast tut sein übriges, vor allem in Mckenna Grace erkennt man ihren Film-Großvater Egon wieder, aber auch die alte Garde um Billy Murray, Dan Aykroyd und Ernie Hudson darf zum Finale wieder zum Protonen-Strahler greifen. Auch der bereits verstorbene Harold Ramis darf in einer emotionalen Szene seinen alten Kameraden per Computeranimation nochmal unter die Arme greifen. An nostalgischen Tönen fehlt es dem Film also nicht und so schlägt er gekonnt eine Brücke zwischen den alten Fans und der heranwachsenden Generation.

 

Erscheinungsdatum: 10. Februar 2022
Laufzeit: 123 Min. / FSK: 12

 

Autor: Alexander Koschny

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