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Laupheim - Preisträgerin des Carl Laemmle Produzentenpreises 2022 ist die Historikerin Dr. Gabriela Sperl.

 Mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis erinnert Laupheim an den 1867 geborenen berühmtesten Sohn der Stadt, der 1915 Hollywood, die wichtigste Filmmetropole der Welt begründete. 2017 wurde der Preis erstmals verliehen an Roland Emmerich, (der just dieser Tage seine neue Leinwandkatastrophe „Moonfall“ ins Kino brachte.) Nach der 2018 geehrten Regina Ziegler ist Gabriele Sperl die zweite Frau, die den mit 40.000 Euro dotierten Preis erhält. Die promovierte Historikerin arbeitete viele Jahre als freie Dramaturgin für den Bayerischen Rundfunk (BR). Sie betreute Nachwuchs in der Drehbuchwerkstatt in Berlin und München und hielt Lehrveranstaltungen an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH (DFFB). Während sie von 1998 bis 2002 den Programmbereich Musik und Fernsehspiel beim BR leitete, entstanden zahlreiche prämiierte Kino- und TV-Produktionen. 2003 machte sich die 1952 in Bad Godesberg geborene Sperl mit ihrer Produktions- und Projektentwicklungsfirma selbständig. Zusammen mit teamWorx produzierte sie den historischen Film „Stauffenberg“ von Jo Baier. 2006 wurden „Nicht alle waren Mörder“ von Jo Baier nach den Kindheitserinnerungen von Michael Degen ausgestrahlt.
Zudem hat sich Gabriela Sperl als Drehbuchautorin profiliert. Mit ihren erfolgreichen TV-Filmen wie „Ghettokids“ (Regie: Christian Wagner), „Bobby“ (Regie: Vivian Naefe) oder „Wer Kollegen hat braucht keine Feinde“ (Regie: Martin Enlen) gelingt es der Produzentin immer wieder, Geschichten mit gesellschafts-politischem Anspruch zu erzählen. Für Sky und RBB/ARD/arte produzierte Sperl 2021 die Dokumentation „Wirecard – Die Milliarden-Lüge“ (Regie: Benji und Jono Bergmann). Momentan arbeitet sie an der fiktionalen Serie: „Wirecard – oder der kälteste Punkt im Universum“ und an der Mini-Serie „Herrhausen“.
Mit ihren Produktionen wurde Gabriela Sperl mehrfach mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt die Goldene Kamera, den Bambi, den CIVIS Medienpreis, den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Fernsehpreis, den Bayerischen Fernsehpreis, den Baden-Badener Fernsehpreis, den Karl-Buchrucker-Preis, den 3-Sat Zuschauerpreis, den Shanghai Festival Preis, den DIVA Award und die Nymphe d’Or beim internationalen Fernsehfestival in Monte Carlo sowie den TV Award in Banff – und nun den Laupheimer Carl Laemmle Produzentenpreis. Die feierliche Verleihung ist geplant für den 12. Mai.

 

Autorin: Andrea Reck

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