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In der Ehe von Emma (Megan Fox) und Mark (Eion Macken) kriselt es schon lange. Beide haben Affären und die Stimmung ist angespannt und feindseelig. Trotzdem entscheiden sie sich an ihrem Hochzeitstag für einen Trip zu einer verschneiten Hütte am See, der in einer romantischen Liebesnacht mündet. Am Morgen danach erwacht Emma neben Mark, der sie mit Handschellen an sich gekettet hat und sich wenige Sekunden später eine Kugel in den Kopf jagt.

Nach dem ersten Schock versucht Emma sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien, aber ihr toter Ehemann hat Vorkehrungen getroffen, um das zu verhindern. Und als ob das noch nicht genug wäre, nähern sich nach einiger Zeit auch noch zwei Auftragskiller der Hütte.

Bei diesem Film des bis dato kaum in Erscheinung getretenen Regisseurs S.K. Dale sollten sich die Zuschauer warm anziehen, und das nicht nur aufgrund des winterlichen Drehorts. In Till Death geht es nämlich alles andere als zimperlich zur Sache. Vor allem Hauptdarstellerin Megan Fox wird hier physisch einiges abverlangt. Die Schauspielerin, die schon früh in ihrer Karriere den Stempel „attraktiv, aber talentfrei“ aufgedrückt bekam, überzeugt durchaus in dieser vor allem körperlich anspruchsvollen Rolle, in der sie ständig in Action und Bewegung ist. Dabei gestaltet sich der Einstieg in den Film noch recht behäbig. Wie ein elegisches Beziehungsrama kommt Till Death in der ersten viertel Stunde daher, nur um sich dann, wortwörtlich, in einem großen Knall zu entladen. Ab diesem Zeitpunkt kommt es zu immer neuen Wendungen, die nur selten vorhersehbar sind. So wird geschickt die Spannung aufrecht erhalten, wodurch sich Till Death aus der Masse der Survival-Thriller abhebt. Neben dem Drehbuch überzeugt vor allem auch die Kameraarbeit des Engländers Jamie Cairney. Obwohl der Film an nur wenigen Drehorten spielt, macht er durch glasklare Optik, stimmige Farbgebung und interessante Kameraperspektiven einen hochwertigen Eindruck. Alles in allem ist Till Death also ein kurzweiliger Thriller härterer Gangart, der vor allem durch seine zahlreichen, oft makaberen Twists über eine Laufzeit von 90 Minuten bei der Stange hält und somit für Freunde des Genres durchaus einen Blick wert ist.

Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2021
Laufzeit: 90 Min. / FSK: 18  

Autor: Alexander Koschny

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