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Mit den „Eternals“ bringt Marvel in diesem Jahr eine eher unbekannte Superheldengruppe auf die Leinwand. Allerdings auch eine, die sehr viel Einfluss auf den Plot des Marvel Cinematic Universe (MCU) haben kann. Unter der Regie der chinesischen Arthouse-Regisseurin Chloe Zhao schlagen anderem Angelina Jolie und Richard Madden ab 3. November das nächste Kapitel des Marvel-Universums in den deutschen Kinos auf.

Ähnlich wie in den Comics leben die Eternals auch im MCU schon seit Jahrtausenden versteckt unter den Menschen und haben zahlreiche Göttergestalten und Sagen inspiriert. Von ihrem Machtniveau sind sie dabei durchaus mit Wesen wie Thor vergleichbar. Nach den Ereignissen von „Avengers: Endgame“ sehen sich die Eternals dazu gezwungen, aus ihrem Versteck zu treten und direkt in das MCU einzugreifen.
Der Anführer der Eternals Ikaris wird von Richard Madden gespielt. Obwohl Ikaris mehr als 20 Tausend Jahre alt ist, steht er der Menschheit immer noch sehr nahe. Immerhin hat er sie mindestens einmal davor bewahrt, auszusterben und damit den Mythos der Taube kreiert, die ein Schiff nach einer verheerenden Flut sicher an Land bringt. Ein zweiter bekannter Mythos, den Ikaris in den Comics erschaffen hat, ist der von Ikarus. Dieser basiert auf einem Sohn, den er mit einer menschlichen Frau hatte und der versuchte, seinem Vater nachzueifern. Ikaris verfügt über übernatürliche Stärke, kann fliegen und Energiestrahlen aus seinen Augen schießen.

 

Szene Eternals 1

 

Auch „Der Vergessene“ genannt, ist Gilgamesh (Don Lee) der stärkste der Eternals. Über Jahrtausende bereiste er die Erde und inspirierte viele Heldensagen. In den Comics gab der Vergessene sich den Namen Gilgamesh, als er eine Zeitlang an der Seite der Avengers kämpfte. Neben den typischen Fähigkeiten, die alle Eternals haben, ist er der stärkste der Eternals und der beste Nahkämpfer der Gruppe. Die Heldentaten und der Stolz, die diese mit sich brachten, sorgten aber auch dafür, dass der Vergessene bei den Eternals immer eine Außenseiterposition hatte. Das führte unter anderem auch dazu, dass die anderen Eternals eine Zeitlang vermuteten, dass Gilgamesh mit Thanos zusammenarbeitete, bis er seine Unschuld beweisen konnte. The Eternals wird dieses Außenseitertum wohl auch ansprechen.
Thena wird von Angelina Jolie verkörpert. Sie ist eine der feurigsten Kriegerinnen der Eternals, aber auch eine Gelehrte und inspirierte im Marvel-Universum die Geschichten um die Göttin Minerva. Als sich die Eternals in den Comics der Menschheit offenbarten, war Thena zunächst eine enge Verbündete von Sersi. Sie hat aber auch enge Kontakte zu den Deviants, die auch im Eternals-Film die alten Gegner der Eternals sind. Das macht sie zur Außenseiterin und führt im Film wohl zu ihrem Bündnis mit Gilgamesh. Thena hat die Fähigkeit, jede beliebige Waffe mit kosmischer Energie aufzufüllen. Dass sie diese meisterhaft benutzen kann, ist natürlich klar.
Die Dreharbeiten begannen im Sommer 2019 unter dem Arbeitstitel „Sack Lunch“ in den Pinewood Studios nahe London. Als Kameramann fungierte dabei Ben Davis, der zuvor für die MCU-Filme „Captain Marvel“ und „Guardians of the Galaxy“ verantwortlich war. Mitte November 2019 wurden die Filmaufnahmen nach Fuerteventura auf die Kanarische Inseln verlagert, wo man große Sets im Stile des Babylonischen Reiches errichtete. Die Drehorte liegen vor allem im Süden der Insel, so beispielsweise ein Tal nahe Buen Paso. Entstanden ist ein sehr durchwachsenes zweieinhalb-stündiges Spektakel mit reichlich langen Dialogszenen jedoch wenig Drive und Suspense. Ob Chloe Zhao (die gerademal einen Spielfilm in ihrer bisherigen Filmografie vorweisen kann) die richtige Wahl für die Regie eines Epos dieser Größenordnung war, bleibt zu bezweifeln.

 

Autor: Christian Oita 

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