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Kurz zum ersten Teil: Die Welt wird angegriffen, und zwar von blinden aber äußerst scharfklauigen Kreaturen mit exzellentem Gehör. Familie Abbott flüchtet daraufhin auf ein verlassenes Farmhaus, wo sie Monate in vollkommener Stille verbringen, bis ihr Nachwuchs zur Welt kommt. Auf der erneuten Flucht verliert Vater Lee (John Krasinski) sein Leben und genau hier setzt die Fortsetzung ein. Mutter Eyelyn (Emily Blunt) kämpft sich mit ihren Kindern durch eine verlassene und verfallene Welt, in der jeder Laut den sicheren Tod bedeuten kann. Als sie dem Überlebenden Emmett (Cillian Murphy) begegnen, stellt sich für Evelyn die Frage, wie es weitergehen soll. Ist es an der Zeit, sich mit anderen zusammenzutun? Und wenn ja, wem kann man überhaupt trauen?

 

Der erste Teil der Reihe mauserte sich schnell zum Überraschungshit. Das liegt natürlich am cleveren Konzept, das auch die Fortsetzung wieder konsequent aufgreift. So ertappt man sich beim Schauen des Films bald selbst dabei, wie man es vermeidet mit der Chipstüte zu rascheln. Genau das sorgt für eine im wahrsten Sinne unheimliche Spannung, von der der Film lebt. Während Regisseur John Krasinski im ersten Teil noch selbst die Hauptrolle spielte, bleibt er diesmal, bis auf eine Rückblende, hinter der Kamera und überlässt die Bühne Emily Blunt, die ihre Figur wieder überzeugend und realitätsnah verkörpert. Die männliche Hauptrolle übernimmt diesmal der Horrorfilm erprobte Cillian Murphy (28 Days Later). Die eigentlichen Stars sind aber natürlich die furchterregenden, pfeilschnellen Monster, die auf jedes noch so kleine Geräusch reagieren. Diese bringen aber auch ein potentielles Risko mit sich, denn Filme wie dieser laufen natürlich häufig Gefahr, in der Trash-Ecke zu landen. Doch davon fehlt bei A Quiet Place 2 jede Spur. Wie schon im Vorgänger wird hier auf große Effekthascherei verzichtet. Der Regisseur nimmt seine Figuren und die Welt, in der sie sich befinden, ernst. Krasinski geht es nicht um Action und Explosionen, die finden sich hier kaum, sondern um eine glaubhafte Darstellung des Überlebenskampfes in einer postapokalyptischen Welt. Dies ist auch diesmal wieder gelungen, nur die Story hätte vielleicht etwas mehr Fleisch an den Knochen vertragen.

 

Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2021
Laufzeit: 93 Min. / FSK: 16 

 

Autor: Alexander Koschny

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