BLIX Banner1

Eigentlich wollte der durchs Leben driftende Nyles (Andy Samberg) nur seine Freundin Misty (Meredith Hagner) zur Hochzeit ihrer Freundin Tale (Camila Mendes) begleiten, doch dann kommt alles anders. Mit diversen Cocktails intus torkelt Nyles des Nachts den Strand entlang und entdeckt eine seltsam leuchtende Höhle. Die Neugier überwiegt die Angst, Nyles kriecht in die Höhle und wacht plötzlich wieder in seinem Bett auf, und zwar erneut am Tag der Hochzeit.

Von da an erlebt er den selben Tag immer und immer wieder neu. Nach diversen Selbstmordversuchen akzeptiert er schließlich sein Schicksal und arrangiert sich mit seiner Situation, zumindest so lange, bis er Sarah (Cristin Milioti), der Schwester der Braut, näher kommt. Eines Nachts gerät auch sie in die Höhle und ist nun ebenfalls dazu verdammt, mit Nyles den selben Tag immer wieder zu erleben. Doch im Gegensatz zu ihm sucht sie fieberhaft nach einem Ausweg.
Dem ein oder anderen mag die Geschichte sicher bekannt vorkommen. 1993 war es kein geringerer als Bill Murray, der als zynischer Reporter in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in einer Zeitschleife gefangen war. Von da an wurde das Konzept immer wieder kopiert, aber selten so gut wie in Palm Springs, der sich beim Sundance Filmfestival zum Publikumsliebling mauserte. Und das sicher nicht ohne Grund, denn der Film des eher unbekannten Regisseurs Max Barbakow ist frisch, frech, temporeich, zum schreien komisch und dazu auch noch bestens besetzt. Comedian Andy Samberg ist schon auf den ersten Blick sympathisch und trägt den Film mit seiner lässigen Art mühelos. Ebenso überzeugt seine Partnerin Cristin Milioti, die sowohl ihr kömodiantisches Talent als auch ihr Gespür für dramatische Szenen beweist. Richtig gehört, auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, schreckt Palm Springs nicht vor ernsteren Momenten und echten Gefühlen zurück. Der kleine Kniff, diesmal zwei Personen in die Zeitschleife zu schicken erweist sich dabei als echter Glücksgriff, weil er eine ganz andere Dynamik entstehen lässt und den Film davor bewahrt, repetetiv zu werden. Vielleicht die bislang beste Komödie des Jahres und damit eine klare Empfehlung.

 

Autor: Alexander Koschny

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­