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Ein namenloser Protagonist (Nicolas Cage) strandet eines Abends in einem abgelegen Kaff ohne Geldautomat und Internet. Um seine Schulden für die Autoreperatur abzuarbeiten, stimmt er zu den heruntergekommenen Vergnügungspark „Willy‘s Wonderland“ wieder auf Vordermann zu bringen.

Doch schon bald muss er mit Entsetzen feststellen, dass die animatronischen Puppen des Parks ein mörderisches Eigenleben führen. Gemeinsam mit einer Gruppe einheimischer Teenager nimmt der Fremde den Kampf gegen die quietschbunten Schreckgestalten auf.
Nicolas Cage ist schon ein echtes Phänomen. In den 90ern war der Oscar-Gewinner lange Zeit auf dem Höhepunkt seiner Popularität, ehe dann der stetige Absturtz folgte, zumindest solange, bis er streitbare Schauspieler seine ganz eigene Nische fand. Mit schrägen Low Budget Filmen wie „Mandy“ konte sich Cage über die Jahre eine Art Kultstatus erarbeiten, seine Performance ist dabei meistens völlig over the top, was sowohl irritiert als auch unterhlät. „Willy‘s Wonderland“ schlägt genau in diese Kerbe, mit einem Unterschied - Nicholas Cage sagt in diesem Film kein Wort. Seine Figur ist auch viel zu cool um sich mit sinnlosem Geschwätz aufzuhalten und genau diese Lässigkeit zeichnet den gesamten Film aus. Der eher unbekannte Regisseur Kevin Lewis greift ganz tief in die 80er Jahre Trickkiste, hier ist nichts wirklich Ernst gemeint sondern eine Hommage an die B-Movies der guten alten Zeit. Dabei sind nicht nur seine Bilder und der wummernde Synthie-Sound retro, sondern auch Aufbau und Handlung des Films. So ist die Story löchrig wie ein schweizer Käse und soetwas wie Charakterentwicklung braucht man erst gar nicht zu erwarten, über die Hauptfigur erfährt man über die gesamte Länge des Films nichts. Aber ist das wichtig? In diesem Fall nein, bei dieser absurden Horrorkomödie stehen Spaß und Action im Vordergrund und die gibt es hier reichlich. Mit Nicolas Cage fand man dazu den perfekten Hauptdarsteller für diese art von Film. Das Fazit lautet also: Cooles Teil! - wenn auch nicht für jedermann.

 

Autor: Alexander Koschny

 

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