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George Clooney ist in „The Midnight Sky“ nach einer globalen Katastrophe fast allein in der Arktis. Bei ihm ist nur ein kleines, mysteriöses Mädchen namens Iris, das er kurze Zeit nachdem seine Mitstreiter die Station verlassen haben, gefunden hat. Funkkontakt gibt es nicht mehr. Alles auf der Welt ist still. Doch im All ist noch das Raumschiff Aether unterwegs. Am 23. Dezember hatte das Science Fiction Opus bei Netflix Premiere.

 Man schreibt das Jahr 2049. Augustine Lofthouse ist ein brillanter Astronom. Seit Jahren lebt der Wissenschaftler in der Arktis und studiert von einer Forschungsstation aus den Nachthimmel, um den Anfängen des Universums auf den Grund zu gehen. Nur wenige Tage zuvor haben alle anderen Mitarbeiter und ihre Familien die Einrichtung wegen der Nachricht von einer globalen Umweltkatastrophe verlassen. Nur Augustine wollte nicht gehen, denn er hat Krebs und will seine Arbeit in der Forschungsstation weiterführen. Auf seinem Bildschirm sieht er, wie sich eine Art Strahlung über die ganze Erde hinweg ausbreitet. Als der Funkverkehr abbricht, scheint es, als sei er der einzige Überlebende, doch dann bemerkt er ein Kind, das sich bei der Evakuierung des Außenpostens versteckt hat. Nun muss er Verantwortung für die kleine Iris übernehmen.
Als Augustine im Weltall ein Raumschiff entdeckt, versucht er die Besatzung zu warnen. Er und Iris müssen sich durch die giftige Luft und die schmelzende arktische Landschaft kämpfen, um zu einem anderen Observatorium zu gelangen, das besser ausgestattet und dessen Funkanlage stark genug ist, um das Raumschiff zu erreichen, auf dem sich nur fünf Passagiere befinden. Sie befinden sich auf dem Rückweg von einer Jupiter-Mission, wo sie den Mond K23 auf seine Bewohnbarkeit hin untersucht haben. Missionsleiterin Sully versucht verzweifelt, Kontakt mit der Erde herzustellen. Die Flugingenieurin Maya muss das Raumschiff funktionsfähig halten. Flugkommandant Adewole erwägt, eine Abkürzung durch ein unbekanntes Gebiet zu nehmen, während der Pilot Mitchell und der Aerodynamiker Sanchez überlegen, ob unter diesen Bedingungen eine Rückkehr zur Erde überhaupt richtig ist. Augustine will die fünf Rückkehrer seinerseits warnen, da eine Landung auf der Erde auch für sie den Tod bedeuten würde. Sie sollen wieder umdrehen und in der Nähe von Jupiter eine neue Population gründen.

Hintergrund Midnight Sky

 

Der Film basiert auf dem Roman „Good Morning, Midnight“ von Lily Brooks-Dalton. Regie führte George Clooney selbst, der unter anderem mit Filme wie „Good Night and Good Luck“ auch hinter der Kamera Kritik-Erfolge feierte. Nach eigenen Aussagen hat Clooney seine Astronautenrolle in Alfonso Cuaróns Weltraum-Thriller Gravity geholfen, einige der Weltraumsequenzen in „The Midnight Sky“ zu konzipieren. „Eine der Sachen, die ich aus der Arbeit mit Alfonso über den Weltraum gelernt habe, ist, dass es in der Welt der Antigravitation keinen Norden und Süden oder Osten oder Westen gibt, weil er im Weltraum nicht existiert. Oben ist nicht oben und unten ist nicht unten“, sagt der Filmstar. Die Kamera könne also auf dem Kopf stehen oder auch die Personen. Daher müsse man die Kamera ständig drehen, was den Zuschauer krank machen könne, wenn dies zu oft geschieht.
Clooney übernahm auch die Hauptrolle des Astronomen Augustine Lofthouse. Um sein Äußeres glaubwürdig dem von Forschern in der Arktis anzupassen, die sich häufig einen Bart wachsen lassen, verpasste sich Clooney seinen Haarschnitt selbst. Er stutzte dazu seine Haare mithilfe eines Rasierers und versuchte, es irgendwie schlecht zu machen, so dass es fleckig aussah. Felicity Jones spielt Sullivan, kurz Sully, die von der Jupiter-Mission auf die Erde zurückkehrt. David Oyelowo spielt Flugkommandant Adewole, Tiffany Boone die Flugingenieurin Maya, Kyle Chandler den Piloten Mitchell und Demian Bichir den Aerodynamiker Sanchez. Die Rolle von Iris wurde mit der Kinderdarstellerin Caoilinn Springall besetzt. Entstanden ist ein zuweilen meisterlich bebildertes Endzeit-Epos, welches jedoch Schwächen im Drehbuch und einige Hänger im zweiten Akt aufweist.

 

Autor: Christian Oita

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