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Biberach - Am ersten November endeten die 42. Biberacher Filmfestspiele und fest steht jetzt schon, es war ein Festival das allen Gästen und Beteiligten im Gedächtnis bleiben wird. Das als Publikumsveranstaltung bekannte Festival fand aufgrund der Corona-Pandemie in deutlich kleinerem Rahmen als gewohnt statt. 3.560 Filmfreunde begaben sich in die Kinosäle, in denen diesmal Maskenpflicht herrschte. Zum Vergleich, im Vorjahr waren es noch rund 15.000 Besucher. Auch die Preisverleihung konnte nur online abgehalten werden. Dennoch bezeichnete Dieter Kosslick, der frühere Direktor der Berlinale, der dieses Jahr in der Hauptjury saß, die Biberacher Filmfestspiele 2020 als „historisch“ sowie als Präsenzfestival als „Demonstration für das Kino“.

Die Situation war außergewöhnlich: Statt wie gewohnt am Sonntag Abend, erfuhren die Preisträger bereits am Samstag von ihrem Glück, um noch rechtzeitig für das Online-Event eine Videobotschaft aufzunehmen. Die meisten von Ihnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits abgereist. Regisseurin Mariejosephin Schneider, die für ihren Film „Notes of Berlin“ gleich dreifach mit dem Schülerbiber, dem Publikumsbiber und dem Biber für den besten Debütspielfilm ausgezeichnet wurde, wurde von Intendantin Helga Reichert in der Geschäftsstelle des Filmfestvereins, als eine der Wenigen, vor Ort über ihren Gewinn informiert. Den Hauptpreis für den besten Spielfilm sowie den Sonderpreis „Adrian“ für den besten Schnitt durfte Julia von Heinz für ihr politisch brisantes Werk „Und morgen die ganze Welt“ in Empfang nehmen. Weitere Preise gingen an Jürgen Heimüller für seinen Kurzspielfilm „Die letzten fünf Minuten der Welt“, „Girls meets Boy“ von Ferdinand Arthuber in der Kategorie „Mittellanger Spielfilm“, sowie an Sabine Bernardi für „Auf dünnem Eis“ als besten Fernsehfilm. In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ wurde der aus Bad Schussenried stammende Schauspieler und Regisseur Michael Kranz ausgezeichnet. In „Was tun“ begibt sich der Filmemacher nach Bangladesch, wo er über das Thema Zwangsprostitution von Minderjährigen berichtet. Trotz widriger Umstände erlebten die 42. Biberacher Filmfestspiele mit dieser ungewöhnlichen Preisverleihung einen würdigen Abschluss. Und diese Form des Festakts hatte auch einen Vorteil: „Auf diesem Weg haben wir die Möglichkeit genutzt, einem deutlich breiteren Publikum Zugang zur sonst geschlossenen Veranstaltung zu ermöglichen“, so Pressesprecherin Daniela Göbel.

 

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Regisseurin Julia von Heinz präsentierte ihren Film „Und morgen die ganze Welt“

 

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Ihr Kollege Dirk Kummer präsentierte derweil seinen Welpen.

 

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Regisseurin Mariejosephin Schneider gewann in drei Kategorien den Biber für ihren Film „Notes of Berlin“.

 

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Weiß, wie man sich in Szene setzt: König Bansah mit Helga Reichert und Co-Moderatorin Kathi Wolf.

 

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Nimmt es mit Humor: Schauspieler Markus Gertken mit einem Autogrammjäger.

 

Autor: Alexander Koschny
Fotos: Georg Kliebhan

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