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Oberschwaben -Die Landesregierung stärkt dem ländlichen Raum in Corona-Zeiten den Rücken. Mit der ELR-Sonderlinie Dorfgastronomie/Grundversorgung (Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, kurz ELR) hat das Land einen Millionenbetrag zur Stärkung der lokalen Grundversorgung eingesetzt. Um gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und auf dem Land zu schaffen, wurde zur Förderung von Dorfgasthäusern, sowie Gemeinschaftseinrichtungen knapp 16 Millionen Euro ausgeschüttet.

Besonders hohe Fördersummen fließen in die Kreise Biberach (1.032.790 Euro), Sigmaringen (1.697.830 Euro) und Ravensburg (1.691.540 Euro). Der Biberacher Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) freut sich über die hohen Fördergelder: „Unsere Dorfgasthäuser sind ein Kulturgut und es ist von großer Bedeutung, dass diese erhalten bleiben. Dorfgastronomie und Gemeinschaftseinrichtungen sind enorm wichtig für die Lebensqualität und das gesellschaftliche Leben vor Ort. Für die Gemeinde Betzenweiler steht ein Förderbetrag von 53.520 Euro zur Verfügung. Bürgermeister Tobias Wäscher weiß auch schon, wie das Geld sinnvoll verwendet wird: „Bislang verfügen wir zwar über einen hervorragenden Kindergarten, aber noch nicht über eine adäquate Kleinkindbetreuung. Um das zu ändern haben sich Gemeinde und Kirchengemeinde zusammengetan, um eine Betreuungsgruppe für Kinder zwischen 1-3 Jahren aufzubauen.“ Gut gefüllt ist mit 385.470 Euro der Fördertopf für Ertingen. „Mit dem Geld schaffen wir einen Anbau und barrierefreien Zugang zur Ortsverwaltung in Binzwangen. Die neuen Räume sollen von den Vereinen genutzt werden. Es wird aber auch die Möglichkeit zur Tagesbetreuung von Senioren geschaffen werden,“ so Bürgermeister Jürgen Köhler. An die Gemeinde Maselheim fließen 19.950 Euro, mit denen die Grundversorgung gestärkt werden soll.

Mit 250.000 Euro wird in Ochsenhausen der Neubau eines Hotels mit Gastronomie in der Memminger Straße gefördert. Monika Merk, zuständig auch für Wirtschaftsförderung der Stadt, erläutert die zielgerichtete Verwendung dieser Fördermittel: „Es soll ein Übernachtungs- und Gastronomieangebot geschaffen werden, das auch zahlreiche neue Arbeitsplätze mit sich bringen wird. Mit dem Neubau wird ein seit langem währender Leerstand beseitigt. Es wird ein weiterer Anziehungspunkt für die Innenstadt geschaffen, der auch dem ansässigen Einzelhandel zu Gute kommen wird.“ 323.850 Euro erhält die Gemeinde Schemmerhofen aus der ELR-Sonderlinie. Bürgermeister Mario Glaser dazu: „Das eine Projekt ist die Pension Hecht in Schemmerberg, zur Errichtung eines Gastraums. Das zweite Projekt ist in Schemmerhofen. Da aber dieses Projekt noch in der Entwicklung ist, kann ich dazu im Moment noch keine konkreten Angaben liefern.“

 

Autor: Maximilian Kohler

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