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Ulm - Falls Sie zufällig keine Zeit haben sollten, dem gesamten Donauradweg zu folgen, der mit seinen 2850 Kilometern zu den längsten und beliebtesten europäischen Fernradwegen zählt, beginnen Sie doch mit der 118 Kilometer langen Etappe von Sigmaringen bis Ulm www.donau-radweg.info. Auch entlang des 260 Kilometer langen Radfernwegs rund um den Bodensee www.bodensee-radweg.com werden Sie nicht unter Einsamkeit leiden.

Schon gar nicht seit dem durch den Coronavirus beförderten Boom des Radtourismus in diesem Jahr. Aber gerade in Oberschwaben und dem Allgäu gibt es auch einige weniger überlaufene und dennoch sehr erlebnisreiche Radwege. Entlang dieser Strecken dürften Sie bei rechtzeitiger Reservierung auch keine Probleme haben, ein Bett für die Nacht zu finden. Die meisten dieser Radfernwege beginnen in Ulm und sind gut an den Öffentlichen Nahverkehr angebunden. 

 

Von der Donau zum Bodensee

Der Donau-Bodensee-Radweg verbindet die erwähnten Klassiker miteinander. Wer in Ulm startet legt auf 156 km 936 m Steigung und 984 m Gefälle zurück. www.donau-bodensee-radweg.de. Die 768 Stufen hinauf zum höchsten Kirchturm der Welt sind da natürlich nicht eingerechnet. Kunstfreunde werden sich gleich zu Beginn das ehemalige Benediktinerkloster Wiblingen mit seinem prächtigen Bibliothekssaal nicht entgehen lassen. Nach gemütlichen 47 Kilometern bietet sich Biberach als erstes Etappenziel an. In Ummendorf lockt der während der Corona-Pandemie mit einem ausgeklügelten Sicherheitskonzept geöffnete Badesee, weiter geht’s über Bad Waldsee. Die 45 Kilometer über Wolfeggmit seinem sehr besuchenswerten Freilichtmuseum und Kißlegg mit seinem Alten Schloss nach Wangen. Dabei sind 429 Meter bergauf und etwas mehr bergab zu radeln. 33 Kilometer mit Blick auf die Alpen sind es zum Bodensee. Von Kressbronn kann man mit dem Zug zurückfahren.

 

Der Iller entlang

Noch relativ wenig bekannt ist der Iller-Radweg, der 146 km von Ulm entlang der Iller bis Oberstdorf führt. Auch hier hat man bald das Alpenpanorama vor Augen, bis man den Ursprung der Namensgeberin erreicht, wo Breitach, Stillach und Trettach zusammenfließen. Es können nach Gewittern oder Hochwasser schon mal Umfahrungen notwendig werden, da es sich beim Iller-Radweg um einen Naturerlebnisradweg handelt. Die Etappen sind auf der Homepage gut beschrieben, man findet dort auf einer interaktiven Karte auch die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zertifizierten Bett+Bike Betriebe entlang der Strecke, die sich mit den spezifischen Bedürfnissen eines Radfernwanderers bestens auskennen. Dargestellt sind auch die E-Bike Ladestationen am Wegesrand. www.illerradweg.de. Einige der Highlights entlang der Strecke sind die die Kartause Buxheim, der barocke Kreuzherrensaal und die MEWo Kunsthalle in Memmingen, die Allgäuer Freilichtbühne Altusried, das Bauerhofmuseum Illerbeuren, Kempten, eine der ältesten Städte Deutschlands, oder die Vogelbeobachtungsstation Lautrach. 

 

Bäderradweg Foto RSPS

Neun Kurorte und zahllose Sehenswürdigkeiten laden die Radler entlang des Bäderradwegs ein. Foto: Markus Leser

 

Von Ulm nach Ulm und viel drumrum

Auch Rundwege sind gefragt. 365 Kilometer führt der Oberschwaben-Allgäu-Radweg von Ulm über Ochsenhausen, Leutkirch, Wangen, Tettnang, Markdorf, Aulendorf, Bad Buchau, Ehingen zurück nach Ulm. Im Uhrzeigersinn bewegt man sich 365 Kilometer durch Oberschwaben und das Württembergische Allgäu. Knapp 3000 Höhenmeter sorgen, so man kein E-Bike sein eigen nennt, für einen sportlichen Urlaub. Gasthöfe, Biergärten und Käsereien liefern den notwendigen Treibstoff. DenBesuch der barocken Klosteranlage Ochsenhausen sollte man nicht versäumen. Wer genug Zeit hat kann mit der historischen Öchsle-Bahn nach Warthausen fahren und einen Abstecher nach Biberach machen, im Zügle wird das Fahrrad kostenlos transportiert. Corona-bedingt gibt es derzeit allerdings keinen Speisewagen. www.oechsle-bahn.de. Den ersten Alpenblick genießt man vom Aussichtspunkt Hohbäumle in Füramoos. Dann rollt man hinunter ins Wurzacher Ried. Bergauf und bergab geht’s durch Hopfen- und Obstgärten von Wangen über Tettnang nach Markdorf und wieder nordwärts nach Aulendorf. Dort können Sie in der Schwaben-Therme entspannen oder sich von der kostümierten Gräfin Paula durchs Schloss führen lassen. Von Bad Buchau nach Ehingen führt eine 48 Kilometer lange Etappe vorbei am 767 Meter hohen Bussen. Durchs Donautal kehren Sie nach Ulm zurück. www.oberschwaben-allgaeu-radweg.de

 

Wasserwelten genießen 

Der Bäder-Radweg (Überlingen, Bad Saulgau, Bad Buchau, Schussenried, Aulendorf, Bad Waldsee, Wurzach, Grönenbach, Bad Wörishofen) ist nicht nur aber vor allem für Menschen ein Genuss, die sich gerne im warmen Wasser aalen. www.schwaebische-baederstrasse.de Neun Kurorte reihen sich aneinander auf der abwechslungsreichen Strecke, die vom Bodensee über das Oberschwäbische Hügelland bis ins Allgäu führt. Sportliche Radfahrer bewältigen die knapp 250 km auch ohne E-Bike, zumal sie sich ja nach der Anstrengung in Thermen und Wellness-Einrichtungen ausruhen können. Der Bäderweg mit knapp 1500 Höhenmetern ist in beide Richtungen beschildert. 

Auch einige Etappen des Fernwegs Radrunde Allgäu führen durch Oberschwaben. 220 Kilometer sind es von Immenstadt im Allgäu bis Ottobeuren. www.radrunde.allgaeu.de. In Planung ist bereits ein weiterer 61 Kilometer langer Radweg von der Quelle der Schussen in der Nähe des Federsees über Aulendorf bis zur Schussenmündung bei Eriskirch am Bodensee. Bis er ausgebaut und beschildert ist, kann es allerdings noch dauern. Genug Auswahl haben Radfans zwischen Ulm und Bodensee ja bereits diesen Sommer. 

 

 

Reisemobilisten schätzen Radwege

Carthago MPR 66621

Ob der Trend zum Urlaub im eigenen Land auch Reisemobilherstellern der Region hilft, fragte BLIX Alexander Wehrmann, Pressechef beim Reisemobilhersteller Carthago in Aulendorf.

Wehrmann: Immer im eigenen Bett zu schlafen, das eigene Bad und Wohnzimmer auch auf Reisen immer dabei zu haben, sind unschlagbare Argumente in Corona-Zeiten. Hinzu kommt die Flexibilität und Naturnähe, die ein mobiles Zuhause auf vier Rädern ermöglicht. Daher sind wir zuversichtlich, dass sich die Entwicklungen der letzten Wochen mit den deutlichen Lockerungen in nahezu allen Lebensbereichen auch positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten auswirken wird.  

BLIX: Was gefällt Kunden, die auf Ihrem Firmengelände Station machen, besonders hier? 

Wehrmann: Wir haben das große Glück in einer Region leben und arbeiten zu dürfen, in der viele Menschen gerne Urlaub machen. Neben den zahlreichen kulturellen Möglichkeiten für Reisemobilsten allen Alters übt natürlich der nahegelegene Bodensee eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Darüber hinaus sind Gäste auf unseren Stellplätzen immer wieder begeistert von den vielen hervorragend ausgebauten Radwegen, auf denen man die Region wunderbar entdecken kann.

 

Autorin: Andrea Reck

 

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