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Biberach - Der Buchbinder Olli Braun ist in Biberach aufgewachsen und seit Kindesalter mit dem Schützenfest verbunden, davon über 40 Jahre in verschiedenen aktiven Rollen. Eher durch Zufall kam dem 50-Jährigen die Idee, einen Schützenkalender zu gestalten, dabei spielte ein Schützenkrapfen eine tragende Rolle. In diesem Jahr sollte schließlich ein Jubiläumskalender zum 5-Jährigen erscheinen, doch durch Corona kommt nun alles anders. Die Schütza ist abgesagt, aber ein Kalender kommt trotzdem - mit topaktuellen Motiven. 

Die Fotografie gehört zu Olli Brauns großen Leidenschaften. Vor 5 Jahren brachte ihn ein Schützenkrapfen, den er beim Kaffee trinken auf dem Teller einer Frau liegen sah, ins grübeln. „Mir kam die Idee mit den Eisenbahnfiguren. Wie mag das wohl aussehen, wenn kleine Bauarbeiter das Gsälz in den Schützenkrapfen schaufeln?“, fragte sich der Buchbinder. Und da ein Fest wie die Biberacher Schütza nicht ohne die vielen fleißigen Hände vor und hinter der Bühne leben kann, war eine Brücken geschlagen. Die Idee eines Schützakalenders war geboren, beginnend von Juli bis Juli, so wie das Biberacher Jahr vor und nach der Schütza gerechnet wird. Aus der ursprünglichen Idee der helfenden Hände sind viele weitere kreative Motive gewachsen. Da das Schützenfest aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen nicht stattfinden kann, überlegte Braun lange, ob die Gestaltung eines „gewohnten“ Schützakalender in diesem Jahr sinnvoll ist. „Darum die Idee, diese für uns alle noch nie dagewesene Zeit in einem Kalender zu verarbeiten, der Biberach und das Jahr ohne unsere Schütza zeigt“, erklärt der Buchbinder. Zu sehen gibt es somit Motive, die alle in Verbindung zur „Corona-Zeit“ stehen, beispielsweise zum Thema Abstand halten, Händewaschen, wie eine Fanfare in der Spielpause benutzt werden kann oder etwa Schlagwörter wie Traurigkeit: „Denn viele Biberacher werden traurig sein, weil es keine Schütza im Jahr 2020 gibt“. Es bleibt zu hoffen, dass die Schütza nächstes Jahr wie gewohnt sattfinden kann. „Dann wird es auch einen Jubiläumskalender geben“, verspricht Olli Braun. 

 

Autor: Alexander Koschny

Foto: Olli Braun

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