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Bad Schussenried - Wie ein Tourist durch Oberschwaben reisen? Auch für Einheimische gibt es „vor der Haustüre“ viel zu entdecken, dazu kann man sich auch bei der Oberschwaben Tourismus GmbH Tipps holen.

Manchmal muss man nicht weit fahren, um im „Urlaub“ anzukommen. Während des Corona-Lockdowns im Frühjahr fiel mir ein Wohnmobil auf unserer Wiese am Waldrand des Ummendorfer Weilers Ruckweg auf. Drei Personen saßen gemütlich mit einem Glas in der Hand auf Klappstühlen neben dem Auto und genossen den Sonnenuntergang mit Blick auf die bei leichtem Föhn gut erkennbaren Alpen. Ich schlenderte hin, neugierig woher die Urlauber wohl anreisen. Ach was, laut Kennzeichen aus dem Landkreis Biberach! Amüsiert fragte ich, wie sie dieses idyllische Plätzen entdeckt hätten. „Wir kommen aus Mittelbuch“, lachten sie. Gerade mal drei Kilometer entfernt. „Wir brauchen einfach mal Tapetenwechsel“. Am Morgen waren sie nach einer Urlaubs-Nacht im Womo wieder weg.

 

Petra Misch kl OTG

Seit Mai ist Petra Misch Geschäftsführerin der 2006 gegründeten Oberschwabentourismus GmbH, die 96 Gesellschafter hat aus den Landkreisen Biberach, Ravensburg und dem südlichen Teil Sigmaringens. Was ist der persönliche Geheimtipp der Diplom-Kauffrau für die Ferien? „Ich bin immer wieder gerne im Wurzacher Ried“, verrät sie. „Am allerliebsten am frühen Morgen oder am Abend. Da hat man die Wunderwelt des Rieds für sich und wähnt sich in Klein-Kanada. Natürlich sollte man nicht vergessen, sich gegen Stechmücken zu schützen“. Foto: OTG

Auf die Entfernung kommt es nicht unbedingt an. Das wissen wir als Bewohner einer Region, in der andere gerne Urlaub machen. Wobei Oberschwaben ja beileibe kein touristischer Hotspot ist und von Hoteliers am viel frequentierten Schwäbischen Meer schon mal als Bodensee-Hinterland belächelt wird. Als unbedeutender Landstrich die Lücke zur Schwäbischen Alb ausfüllend. Dass Oberschwaben sich in den letzten Jahren zur eigenen touristischen Marke entwickelt hat, ist nicht zuletzt Verdienst der Oberschwaben Tourismus GmbH (OTG) mit Sitz in Bad Schussenried. Wer die Homepage anklickt, wird derzeit empfangen mit „Ganz oder gar it: Erleben Sie Oberschwaben-Allgäu.“ Unter dem Hashtag #wirsindbarock wird auf 55 Jahre oberschwäbische Barockstraße hingewiesen mit wöchentlich neuen Infos rund ums Jubiläum, zur Social-Media-Kampagne und den zahlreichen Veranstaltungen. Außerdem werden das ganze Jahr über Gewinnspiele der Barockstationen auf den Social Media-Kanälen der Oberschwaben Tourismus GmbH durchgeführt und die schönsten barocken Ausflugsziele vorgestellt. An verschiedenen Stationen der Barockstraße finden 2021 besondere Erlebnisführungen statt.
Das Logo der geflügelten Putte zeigt seit 1966 wo es langgeht. Damals wurde auf Schloss Wolfegg die 860 Kilometer lange Oberschwäbische Barockstraße feierlich eröffnet. Bis heute verzaubern entlang der Route imposante Bauten wie Kloster Weingarten. Die Basilika auf dem Martinsberg ist die größte barocke Kirche nördlich der Alpen. Als „schönste Dorfkirche der Welt“ gilt die Marienkirche in Steinhausen. Märchenhafte Schlösser wie in Salem oder der Schussenrieder Bibliothekssaal sind weitere Schmuckstücke.

Gräfin und Zofe im neuen Schloss Tettnang Foto Blitzlicht

Gräfin und Zofe im neuen Schloss Tettnang. Foto: Blitzlicht

Mit dem Fahrrad zum Wurzacher Ried OTG Frank Müller

Mit dem Fahrrad zum Wurzacher Ried.  Foto: OTG, Frank Müller

 

Autorin: Andrea Reck

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