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Die Tage werden kürzer und die Sonneneinstrahlung schwächer: Der Herbst ist von häufigem Nebel geprägt. Noch ist der Boden von den letzten Sonnentagen des Frühherbstes erwärmt, aber sobald kalte Luft drüber streicht, bildet sich Bodennebel. Er kann sich zu einem zähen, langanhaltenden Hochnebel entwickeln. Über den feuchten Moorlandschaften hält er sich manchmal den ganzen Tag. Ein Nebeltag hat seinen Reiz und wer trotzdem hinaus geht, entdeckt die Natur neu.

So scheinen Elfen über die kahler werdenden Bäume zu schweben oder feingliedrige Gestalten durch die Seenlandschaft zu tanzen. Die Tiere werden an den Nebeltagen ruhiger und man kann sich ihnen eher nähern als an klaren Sonnentagen, wenn Menschen schon von weither auszumachen sind und in Gruppen durch die Natur wandern. Grau- und Silberreiher beziehen nun ihre Positionen direkt auf den Geländern oder Ästen am Wasser, um nach Fischen Ausschau zu halten. Sie scheinen dann plötzlich ins Nichts zu fliegen, sobald sie eine Beute ausgemacht haben. Bewegt man sich ruhig und hält etwas Abstand, lassen sich Wasservögel besonders gut beobachten. Die über dem Nebel hinweg ziehenden Vogelschwärme sind nur zu hören und erst bei einem „Sichtfenster“ durch den Nebel sichtbar. Manche Vögel starten aber erst, wenn sich der Nebel gelichtet hat. So nutzen die am Federsee durchziehenden Starenschwärme für ihren Start aus dem Nachtquartier im Schilf die ruhigen, sonnigen Tage für die Fortsetzung ihrer Reise in den Süden. Für Fotografen sind Nebeltage besonders reizvoll: So schafft der ruhige Nebelmorgen eine ruhige Stimmung mit interessanten Motiven. Und wenn sich der Nebel langsam lichtet, die ersten Sonnenstrahlen durchbrechen, entstehen einzigartige Bilder.

 

Text und Foto: Bettina Fieber

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