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In diesem Sommer ist der Kaisermantel sehr häufig zu beobachten. Der Edelfalter mit seiner auffälligen Färbung ist der größte mitteleuropäische Perlmutterfalter und häufig in unseren Wäldern auf wiesenbestandenen Lichtungen und Waldrändern anzutreffen. Der leuchtende orange-braun gefärbte Schmetterling ist von Färbung und Größe her sehr auffällig. 

Manchmal lässt er sich auch in der Nähe des sitzenden Waldspaziergängers nieder und lässt sich gut beobachten. Er liebt besonders Disteln, Brombeeren, Dost und Baldrian, wo er gerne am Nektar labt. Die Weibchen legen ihre Eier an Borken von Bäumen ab, die in der Nähe von Veilchen wie dem Waldveilchen und dem Rauen Veilchen stehen. Die Raupen schlüpfen bereits im Sommer, bleiben jedoch mit leeren Mägen -an den Baumstämmen hängen, um gut geschützt zu überwintern. Der Veilchenduft leitet sie im Frühjahr zu ihren begehrten Futterpflanzen, wo sie ihre erste Nahrung finden. Tagsüber halten sie sich unter den Blättern versteckt, nachts fressen sie in der Dunkelheit geschützt. Wenn sie herangewachsen sind, verlassen sie ihre Futterpflanze, verpuppen sich, um dann im Hochsommer als Falter in die Luft zu steigen. Männchen und Weibchen finden sich, indem das Männchen einen Lockstoff aussendet und das Weibchen vor ihm herfliegt. Das Männchen umkreist seine Dame mehrmals und schließlich lässt sie sich an einem Busch nieder. Nach der Paarung legt es seine Eier an einer Baumborke ab, stirbt und der Lebenskreislauf ist vollendet. Der Kaisermantel ist ein recht häufiger Schmetterling, kann aber auch durch die Anpflanzung von Bäumen und seinen Entwicklungs- und Futterpflanzen in waldnahen Gärten gefördert werden.

 

Text und Foto: Bettina Fieber

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