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Flache Seen und langsam fließende Flüsse sind die Heimat der Schwäne. In Oberschwaben siedeln viele von ihnen am Federsee oder an den Seen an der Donau. Die Schwanenpaare sind ihr ganzes Leben lang treu und brüten jedes Jahr im April. Ihre ausladenden Nester aus trockenem Pflanzenmaterial mit einer Nestmulde aus feinen Pflanzenteilen befindet sich oft an erhöhten Stellen wie Inselchen oder Schilfhorsten.

Schlüpfen im Mai nach 35 bis 38 Tagen die 5 bis 8 Schwanenküken, haben ihre Eltern viel zu tun. Als Nestflüchter verlassen sie schon nach einem Tag ihr Nest, kehren aber nach den Ausflügen immer wieder dorthin zurück, um zu ruhen oder nachts im Gefieder der Eltern zu schlafen. Ihre graue Gefiederfarbe tarnt sie besser als das Weiß der erwachsenen Tiere. Der Ausspruch vom hässlichen Entlein, das zum schönen Schwan wird, rührt wohl auch daher. Die Elterntiere werden unterwegs immer mal wieder als Boote genutzt, das sie wärmt und wo sie versteckt schlafen können. Die Schwaneneltern teilen sich die Fütterungsarbeit, die sich bin in den folgenden Winter hinziehen kann. Gründelnd suchen sie Algen und Wasserpflanzen und zerkleinern sie für die Jungen, die die schwimmenden Teile fressen. Sind die Jungen älter, versuchen sie auch zu gründeln, kommen aber mit den kurzen Hälsen oft nicht an den Grund. Am Federsee lässt sich die Schwanenaufzucht gut beobachten. Oft überleben nicht alle Schwanenküken. Sie können Raubvögel zum Opfer fallen oder unter Krankheiten leiden. Manchmal schwimmen schließlich nur noch ein oder zwei halberwachsene Jungschwäne mit. Erst im Spätwinter lösen sich die dann bereits schon heller gefärbten Jungtiere von ihren Eltern ab und leben dann einzeln mit anderen jüngeren Schwänen in den Seen und Flüssen. Mit der Balz im Vorfrühling beginnt dann das neue Schwanenjahr.

 

Text und Fotos: Bettina Fieber

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