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Erdkröten sind wechselwarme Tiere aus der Familie der Lurche und verbringen den Winter in der Winterstarre in unseren Wäldern. Sie beenden erst dann ihre Winterstarre, sobald die Nächte wärmer als 5 Grad sind. Dann kommen sie aus ihren Winterverstecken hervor. Kröten legen ihre Eier immer in den Gewässern, in denen sie geschlüpft und aufgewachsen sind und wenn diese nicht mehr vorhanden sind, müssen sie sich neue suchen.

Die Kröten finden ihren Weg mit Hilfe ihres Instinktes, orientieren sich an Mond und Sterne, Gerüchen und Geräuschen. Sobald es abends dämmert, fangen sie an zu wandern, weil es dann feucht genug ist. Die kleineren Männchen lassen sich oft von Weibchen tragen, mit denen sie sich dann paaren. Regenabende und am Morgen sind beliebte Krötenwanderzeiten. Manchmal wandern die Tiere mehrere Nächte, oft kürzer. Liegen die Laichgewässer im Wald, ohne dass die Kröten Straßen überqueren müssen, beginnen sie sich im Wasser zu paaren. Oft kreuzen aber Straßen ihre Wege und die Überquerung ist für sie lebensgefährlich. Neue Straßen erhalten Krötentunnel, durch die sie unterirdisch auf die andere Straßenseite gelangen. Meist müssen an Straßen in der Nähe von Gewässern Krötenzäune aufgestellt werden, an die Eimer so platziert sind, dass die Kröten bei der Suche nach einer Überquerungsmöglichkeit hineinfallen. Naturschützer sammeln morgens und abends die Kröten ein, zählen sie und lassen sie an der anderen Straßenseite wieder frei. So können sie ihren Weg zum Laichgewässer fortsetzen. Die Paarung geht über mehrere Stunden, während der die Weibchen die Eier freigeben und die Männchen ihre Samen darüber sprühen. Erdkröten verknüpfen die Stränge des Laichs mit dem Schilf, denn er sollte nicht in den Schlamm sinken, weil es dort zu dunkel ist. Es dauert drei Monate, bis dann die fertigen kleinen Kröten vom Gewässer in den Wald wandern. Die Zahl der Erdkröten geht zunehmend zurück, weil die Gewässer schneller austrocknen. Autofahrer sollten im März und April besonders bei Krötenwanderungswarnschildern bei Dämmerung und in der Nacht vorsichtig fahren, um die wandernden Tiere nicht zu überfahren.

 

Text und Foto: Bettina Fieber

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