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Im Januar dominieren Frost und Kälte die oberschwäbischen Moore, die unter Schnee und Eis liegen. Die Laubbäume und auch die Nadelbäume haben ihren Stoffwechsel vermindert, um Energie zu sparen. In der winterlichen Ruhezeit haben sich auch die Tiere zurückgezogen und bewegen sich nur wenig. Nur ab und zu sieht man einen schnürenden Fuchs auf der Suche nach Nahrung.

 Seine kurvig verlaufenden Spuren lassen sich im Schnee gut nachverfolgen. Unter dem Eis kann man aber sehen, dass die Torfmoose grün bleiben und frisch aussehen. Sie wachsen in den Mooren zwischen den Wollgräsern, die gelb aus dem Eis herausragen. Torfmoose haben keine Ruhezeit, sie wachsen ganzjährig und durch die Winterkälte viel langsamer. Torfmoose können sogar im Dauerfrost mehr als 20 Jahre überleben. Dies ist nur möglich, weil sie ihren Stoffwechsel völlig herunterfahren können. Im Hochmoor haben sich die Torfmoose auf die klimatischen Bedingungen und ihr Umfeld sehr gut spezialisiert. Sie wachsen ausschließlich an ihren Spitzen bis zu 10 Zentimeter im Jahr und dienen als Wasserspeicher der Moore. Die Moorseen sind nach den Schneefällen wieder etwas mehr gefüllt und zugefroren. Im Wurzacher Ried beobachtet man eine Braunfärbung des Eises, das Partikel des Seebodens enthält. Der Wasserstand war im Herbst so weit abgesunken, dass der Wasserspiegel nur sehr niedrig war und so die schwungvollen Brauntöne erzeugte. Das Ried besitzt noch viele unberührte Stellen und man kann bei einem Winterspaziergang die Schönheit der eisigen Landschaft mit Torfmoosen, Moorpflanzen mit Raureif und den widerstandsfähigen niedrigen Bäumen zwischen den Seen, Teichen und Wasserläufen betrachten.

 

Text und Foto: Bettina Fieber

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