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Der erste Schnee kommt oft erst im Dezember und hat in den Wintermonaten für die Natur eine sehr große Bedeutung. Er schützt die Vegetation und den Boden vor Frost. Nichts ist schädlicher für Pflanzen und überwinternde Insekten als Kahlfrost, der den Boden rasch tief gefrieren kann. In diesem Jahr waren die Herbstmonate sehr niederschlagsarm, während der Frühsommer überdurchschnittlich viel Regen brachte.

Doch die nun fast drei Monate ohne größere Niederschläge haben für ausgetrocknete Weiher und einem niedrigen Wasserstand an Seen und Flüssen gesorgt. Schnee bringt die nötige schützende Schicht und ist ein Wasserlieferant, weil er in wärmeren Tagen, langsam schmilzt und den Boden mit Wasser versorgt. Schnee entsteht, indem sich an den Wolken unterkühltes Wasser an den Staubkörnchen festsetzt, in Kristallformen wächst, schwerer wird und schließlich zur Erde fällt. Im frisch gefallenen Schnee ist zwischen den Schneekristallen bis zu 95 Prozent Luft enthalten, was die stark isolierende Wirkung für die darunter liegenden Pflanzen erklärt. In den letzten Jahren sind Schneefälle seltener geworden: Sie setzen später ein, sind weniger ergiebig und man muss früher im Jahr bereits mit Tauwetter rechnen. Der Klimawandel hat hier die Niederschlagstätigkeit und die Schneefallzeiten beeinflusst. Dies hat auch einen Einfluss auf die Tiere. Unter Schnee findet das Wild schwieriger Nahrung, sie knabbern dann die Rinde der Bäume an, um ihren Hunger zu stillen. Überall hinterlassen sie im Schnee ihre Spuren und es lohnt sich, diese zu bestimmen. Da der Schnee den Schall schluckt, sind Spaziergänge auf den geräumten Wegen besonders erholsam. Um Tiere nicht unnötig zu erschrecken, sollte man aber nicht von ihnen abweichen, denn bei jeder Flucht verbrauchen die Wildtiere wichtige Reserven. Werden sie öfter aufgescheucht, mindert dies ihre Chance, den Winter zu überstehen. Bei starkem Schneefall sollte man allerdings Schneebruch beachten, herabfallende Äste, die dem Schnee nicht mehr standgehalten haben.

 

Text und Foto: Bettina Fieber

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