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Sie leben fast in jedem Teich, werden kaum beachtet, führen aber ein interessantes Leben. Im Vorfrühling werden sie wieder sichtbar. Stockenten, als größte Schwimmente Europas, überwintern oft in Deutschland an ihren Heimatgewässern.

 Sie verpaaren sich meist schon im Herbst. Die Zugvögel unter ihnen bilden erst im Frühjahr die Paarbildung, was man gut beobachten kann. Meist sind es die älteren Weibchen, die zuerst ihr Brutareal aufsuchen. Sie brauchen nicht lange auf ein Männchen zu warten, manchmal gesellt sich ein weiteres Männchen hinzu. Bei Stockenten finden sich in vielen Beständen mehr Erpel als Enten, weil die Enten oft während der Brutzeit Beutegreifern zum Opfer fallen. Der aufmerksame Beobachter sieht dann mitunter zwei Erpel, die eine Ente begleiten über die Gewässer ziehen. Stockenten ernähren sich zu Beginn ihrer Brutzeit meist von pflanzlicher Nahrung wie auch Samen und Früchte. Später fressen sie gerne frisch sprießendes Grün, aber auch Insekten und ihre Larven, Schnecken, kleine Krebse, Kaulquappen, Laich sowie kleine Fische und Frösche. Brot sollten sie nicht zu fressen bekommen, da dies meist chemische Backtriebmittel enthalten und jedoch nicht ganz ungefährlich für die Tiere ist, da sie sich mit Bakterien infizieren können. Brot begünstigt außerdem die Sauerstoffarmut von Gewässern, worunter auch die anderen Lebewesen leiden und das ökologische Gleichgewicht aus dem Gleichgewicht gerät. Sobald die Küken schlüpfen, finden sie ausreichend Nahrung in pflanzlicher und tierischer Form vor. Sie leben in der Wildnis 5 bis 10 Jahre und werden häufig bejagt. In den Gewässern Oberschwabens sind Stockenten sehr häufig und können von nun an gut beobachtet werden.

 

Text und Foto: Bettina Fieber

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