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Ja, natürlich. Wo „Bio“ draufsteht, ist auch „Bio“ drin. Zumindest in den Produkten der Anbieter, die im „Bio-Einkaufsführer für das Ällgäu und den Landkreis Ravensburg“ ihre Zielgruppe ansprechen. Also Verbraucher*innen, denen ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur ein echtes Anliegen ist und die sich direkt beim Bauern oder im Naturkostladen auf dem Wochenmarkt mit hochwertigen Bio-Produkten versorgen möchten. Der aktuelle Bio-Einkaufsführer wurde am 24. Mai auf dem Bio-Hof Abler in Bodnegg vorgestellt.

 

Der Trend führt zu einer immer größeren Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten. Bio gibt es überall und das ist auch gut so. Noch besser aber ist frisches und regionales Bio. Denn Bio-Lebensmittel, die bei uns erzeugt werden, erfüllen in der Regel die hohen Qualtitätsanforderungen eines ökologischen Anbauverbandes und sichern wertvolle Arbeitsplätze in der Region. Direktvermarktung ist nach wie vor eine wichtige Vermarktungsschiene im Ökolandbau. Um Verbraucher*innen zu zeigen, wo es frische regionale Bio-Produkte zu kaufen gibt, erstellt der Bio-Ring Allgäu seit seiner Gründung vor 35 Jahren den Bio-Einkaufsführer. Das neue 84-seitige Heft wurde mit verschiedenen Akteuren der Presse und Öffentlichkeit präsentiert.
Christof Frick, Bürgermeister von Bodnegg, freute sich, dass allein in seiner Gemeinde sieben Adressen von Erzeugern und Vermarktern genannt sind. Raimund Haser MdL betonte die gute Arbeit mit bereits guten Ergebnissen der Bio-Musterregionen. Und appelliert an das Kaufverhalten der Verbraucher: „Wenn wir diese Strukturen stärken durch unseren Kauf, dann gibt es das auch. Der Markt muss hochlaufen, dann läuft die Produktion mit. Jeder entscheidet das für sich selber was er mit dieser Landwirtschaft macht.“ Die Bedeutung des ökologischen Landbaus im Landkreis Ravensburg erläuterte Norbert Böhringer vom Landwirtschaftsamt Ravensburg. Bereits im Jahr 2020 wirtschafteten 14,9 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Ravensburg biologisch. Gemeinsam bewirtschaften sie so schon 17,2 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Kriterien der EU-Öko-Verordnung oder Verbandskriterien. Der Landkreis Ravensburg nehme damit auch im landesweiten Vergleich eine Spitzenposition beim ökologischen Landbau ein, so Böhringer. Einen besonderen Stellenwert im Landkreis hat die Milchviehhaltung, dies spiegelt sich auch im Ökolandbau wieder. So zeigt sich zum Beispiel dass die Anzahl an Bio-Betrieben im östlichen Landkreis, wo die Grünland- und Milchviehwirtschaft überwiegt, am größten ist. Aber auch im Süden gibt es viele Bio-Betriebe: dort nehmen insbesondere Dauerkulturen wie Kern- und Steinobst einen wichtigen Anteil ein.
Katharina Eckel, Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Ravensburg, gab Einblicke in ihre Arbeit. Hervorzuheben sind dabei die Einführung eines Geschenkkörbles und die Konzeption der aktuell vier Bio-Genussradtouren sowie die Bemühungen, um möglichst viele regionale Biolebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung einzusetzen. Der Einkaufsführer wurde mit Unterstützung der Bio-Musterregion Ravensburg erstellt.

 

text und Foto: Franz Thoma

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